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Technik

Neue Überprüfung angekündigt: Spotify-Abonnenten können nun entfernt oder gar gesperrt werden

21/10/2026 05:07:00
Das Logo des Musik-Streaminganbieters Spotify ist auf einem Smartphone zu sehen. Nun verschärft das Unternehmen die  Familienabo-Kontrolle. (Symbolbild)

Streaming-Dienst verschärft Kontrollen

Das Logo des Musik-Streaminganbieters Spotify ist auf einem Smartphone zu sehen. Nun verschärft das Unternehmen die  Familienabo-Kontrolle. (Symbolbild)

Wer sich ein Spotify-Familienabo mit Freunden außerhalb der eigenen vier Wände teilt, muss nun aufpassen: Der Streaming-Dienst führt eine QR-Code-Prüfung ein.

Kassel – Für Spotify-Nutzer, die gemeinsam mit Freunden über mehrere Haushalte hinweg ein „Premium Family“-Abo genutzt haben, könnte Ärger drohen. Offiziell war die Regelung schon immer eindeutig: Bis zu sechs Personen können bei Spotify das „Premium Family“-Abo gemeinsam nutzen. Aber nur, wenn sie an derselben Wohnadresse gemeldet sind. In der Praxis reichte es bislang jedoch völlig aus, bei der Anmeldung einmalig dieselbe Anschrift einzutippen. Standortdaten glich Spotify aus Datenschutzgründen nicht ab. Entsprechend weit verbreitet ist das Teilen der Zugänge über Haushaltsgrenzen hinweg.

Spotify-Family-Verifizierung: QR-Code vor Ort – so läuft die neue Prüfung ab

Damit soll nun schrittweise Schluss sein. Auf seinen Support-Seiten beschreibt Spotify ein neues Verifizierungsverfahren:

Das Verfahren wird schrittweise ausgerollt und ist derzeit noch nicht für alle Konten oder App-Versionen aktiv. Spotify behält sich jedoch vor, den Nachweis jederzeit stichprobenartig einzufordern.

Die Spotify-Abo-Modelle im Überblick

Free: Kostenlos mit Werbeunterbrechungen, eingeschränkte Shuffle-Wiedergabe auf Smartphones.
Premium Individual (11,99 €/Monat): 1 Konto, werbefrei, Offline-Modus, inkl. 12 Std. Hörbücher.
Premium Student (6,99 €/Monat): 1 Konto für eingeschriebene Studierende.
Premium Duo (17,99 €/Monat): 2 Konten – Bedingung: Gleiche Wohnadresse.
Premium Family (21,99 €/Monat): Bis zu 6 Konten – Bedingung: Gleiche Wohnadresse, inkl. Spotify Kids.

Spotifys neue Regel fürs Familienabo: Was passiert, wenn die Frist verstreicht?

Wer die Verifizierung innerhalb der siebentägigen Frist nicht abschließt oder falsche Angaben macht, wird aus der Familiengruppe entfernt. Die Konsequenzen sind spürbar:

Spotify macht es Abo-Tricksern schwerer: Kritik an kurzer Frist – und erste Schlupflöcher

In Online-Foren wie Reddit sorgt die Neuerung bereits für Unmut. Wie RTL schreibt, stößt vor allem das knappe Zeitfenster von sieben Tagen auf Kritik: Wer gerade im Urlaub, auf Geschäftsreise oder auf Schullandheim-Fahrt ist, riskiert unfreiwillig den Verlust seines Zugangs. Ganz lückenlos ist die technische Hürde allerdings noch nicht. Erste Nutzer berichten laut Bild, dass sich die Verifizierung auch aus der Ferne überlisten lässt – etwa per Live-Bildschirmfreigabe in Videoanrufen (z. B. via Microsoft Teams), indem der Code direkt von einem zweiten Monitor abfotografiert wird.

Ob Spotify diese Lücke technisch noch schließt, ist derzeit offen. Mit dem verschärften Vorgehen folgt der Musikriese dem Vorbild von Video-Streamingdiensten: Auch bei Netflix und Disney+ wird gegen Account-Sharing vorgegangen, um Nutzer in eigene Abonnements zu bewegen. (Quellen: heise, Bild, RTL) (fbu)

Artikel von Westfälischer Anzeiger