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Sport

Kimmich schließt Rücktritt aus Nationalmannschaft aus

30/06/2026 06:42:00

„Werde nie aufgeben!“

Joshua Kimmich übernimmt nach dem WM-Aus die Verantwortung für das schlechte Abschneiden des DFB-Teams. Von einer bestimmten Thematik wollte der Kapitän währenddessen nichts wissen.

Boston – Trotz der tiefen Enttäuschung über das erneute frühe WM-Aus denkt Joshua Kimmich nicht daran, seine Karriere in der deutschen Nationalmannschaft zu beenden. Der DFB-Kapitän übernahm nach dem Scheitern gegen Paraguay im WM-Sechzehntelfinale (29. Juni) die Verantwortung für das Abschneiden und machte gleichzeitig deutlich, dass für ihn Aufgeben keine Option ist.

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Auf die Frage, ob er selbst noch die Kraft für einen weiteren Anlauf habe, antwortete Kimmich unmissverständlich: „Ich werde immer die Power haben für einen erneuten Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist aufgeben.“ Damit erteilte der Mittelfeldspieler möglichen Rücktrittsspekulationen unmittelbar nach dem Turnier eine klare Absage. Trotz der nächsten Enttäuschung aus den letzten drei Weltmeisterschaften will der Kapitän den eingeschlagenen Weg weitergehen und Verantwortung übernehmen.

Joshua Kimmich denkt nicht ans Aufgeben

Dabei fand Kimmich selbstkritische Worte für die Entwicklung der Nationalmannschaft. Die wiederholten frühen Turnier-Aus schmerzten ihn sichtlich. „Man tritt hier an, weil man Deutschland stolz machen will“, sagte der 31-Jährige. Als Kind habe er die Nationalmannschaft stets in Halbfinals und Endspielen erlebt.

„Natürlich will man das auch den Kindern und den Menschen der jetzigen Generation geben. Und das ist sehr, sehr schade, gerade in einer Zeit, wo es uns, glaube ich, extrem gut tut getan hätte, in Deutschland was zu haben, worauf wir stolz sein können. Die Nationalmannschaft ist es momentan leider nicht. Umso größer sei die Enttäuschung darüber, dass dies erneut nicht gelungen sei“, erklärte Kimmich.

Besonders wichtig war Kimmich, die Verantwortung nicht auf äußere Umstände abzuwälzen. „Dafür müssen wir alle Verantwortung übernehmen“, erklärte er und machte deutlich, dass weder Trainer, Schiedsrichter noch Medien für das Ausscheiden verantwortlich seien. „Wir Spieler, die auf dem Platz standen, haben das verbockt. Das war nicht der Trainer, nicht die Media, nicht der Schiedsrichter und nicht der Gegner, sondern das waren einzig und allein wir.“

Auch die sportliche Analyse fiel entsprechend deutlich aus. Deutschland habe es versäumt, Paraguay bereits in der regulären Spielzeit oder Verlängerung zu bezwingen, so Kimmich. „Normal darf es gegen so einen Gegner, bei allem Respekt, gar nicht ins Elfmeterschießen kommen“, sagte Kimmich. Das erneute frühe WM-Aus sei deshalb die Konsequenz einer insgesamt „deutlich zu wenig“ überzeugenden Turnierleistung. (LF)

Artikel von KaiK.ai