Wenig Verständnis auf Instagram
Immer mehr Menschen können sich Restaurantbesuche kaum noch leisten – ein 70-Euro-Schnitzel in Wien sorgt jetzt für Empörung im Netz.
Wien – In Gaststätten essen zu gehen, wird längst nicht nur in Deutschland immer teurer, sondern auch in Österreich. Anteil daran hat mitunter auch die Inflationsrate. Stieg sie hierzulande im September um 3,3 Prozent, bezifferte die Statistik Austria die Teuerungsrate im Vormonat im Nachbarland auf 3,6 Prozent. „Wir alle – also die Bevölkerung und eben auch wir Wirte – werden bombardiert mit Preiserhöhungen“, resümierte Thomas Peschta, Gastronomie-Obmann der Wiener Wirtschaftskammer, jüngst gegenüber Heute.at.
Während immer mehr Menschen es sich nicht mehr leisten können, essen zu gehen, bekommen Food-Influencer in den Kommentarspalten ihrer Beiträge nicht selten Groll ab. Vor allem, wenn sie Gerichte vorstellen, die deutlich über dem Budget dessen liegen, was die Mehrheit der Verbraucher für angemessen hält. So geschah es nun auch im Fall eines österreichischen Food-Influencers.
Instagram-Community ist entrüstet – „Nie im Leben bezahl ich 70 Euro für ein Schnitzel
Jüngst testete der österreichische Food-Influencer „mosakeneats“ eine Schnitzel-Spezialität im Lokal „Praterwirt“ in der Wiener Praterstraße. Das Tomahawk-Kalbsschnitzel inklusive Pommes in Steinpilz- und Trüffel-Garnitur ließ sich stolze 70 Euro kosten. Vorgesehen sei das Gericht offenbar für zwei Personen. Zwar beschrieb der Food-Influencer das Schnitzel direkt vom Knochen als „zehnmal besser als ein normales, dünn geklopftes Kalbsschnitzel“. Doch die Instagram-Community stört sich reichlich an der 70-Euro-Mahlzeit.
So bekam Food-Influencer „mosakeneats“ für den Verzehr seines 70-Euro-Tomahawk-Kalbsschnitzels einiges an Gegenwind in der Instagram-Kommentarspalte seines Beitrags entgegen. Ein Nutzer des sozialen Mediums störte sich vor allem an der Größe des betreffenden Schnitzels: „Ist ja lächerlich, vielleicht für zwei Kinder. Da werde ich alleine nicht satt“, schrieb er.
Andere Kommentatoren des Beitrags störten sich vor allem am Preis des ausgewiesenen Tomahawk-Kalbsschnitzels. „Nie im Leben bezahl ich 70 Euro für ein Schnitzel. Widerlich“, resümiert eine andere Kommentatorin des Beitrags. „Totaler Irrsinn“, findet ein anderer Instagram-Nutzer in der Kommentarspalte unter dem Beitrag und fragt: „Was hat der Verfasser an Kohle für das Video bekommen?“ (Verwendete Quellen: Heute.at, Instagram) (fh)