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Wirtschaft

München ist teuerste Stadt Europas: Quadratmeterpreise für Neubau knacken 11.000-Euro-Marke

Leoni Billina
23/10/2026 13:29:00
In Deutschland werden dringend neue Wohnungen benötigt. Doch der Neubau verzeichnet bundesweit deutliche Rückgänge.

Deloitte Property Index 2026

In Deutschland werden dringend neue Wohnungen benötigt. Doch der Neubau verzeichnet bundesweit deutliche Rückgänge.

Mit durchschnittlich 11.200 Euro pro Quadratmeter für Neubauwohnungen ist München die teuerste Metropole Europas – während die Bautätigkeit in Deutschland sinkt.

München – Dass München insgesamt eine teure Stadt ist, ist allen, die hier leben, nur allzu schmerzlich bewusst. Besonders teuer wird‘s in der bayerischen Landeshauptstadt, wenn es um Immobilien geht: Wer eine neue Wohnung kaufen will, muss mit deutlich höheren Kosten rechnen als in anderen europäischen Metropolen. Das zeigt der neue Deloitte Property Index 2026, der für München einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 11.200 Euro für Neubauwohnungen ausweist. Damit liegt München im europäischen Städteranking auf dem ersten Platz, sogar vor Metropolen wie Paris und London.

München im Städtevergleich an der Spitze

Die Wohnimmobilienmärkte in 25 europäischen Ländern analysiert der Property Index von Deloitte. Deutsche Großstädte zeigen dabei deutliche Unterschiede: So liegt der Quadratmeterpreis in München bei durchschnittlich 11.200 Euro pro Quadratmeter, in Hamburg bei 7700 Euro und in Berlin und Frankfurt am Main bei 7500 Euro.

Das teuerste Land für Neubauwohnungen in Gesamteuropa bleibt Luxemburg mit einem landesweiten Durchschnitt von 9160 Euro pro Quadratmeter.

Deutlicher Rückgang beim Wohnungsbau in Deutschland

Während die Preise auf hohem Niveau verharren, geht die Zahl der Wohnungsfertigstellungen bundesweit spürbar zurück. Laut der Deloitte-Studie wurden in Deutschland rund 207.000 Wohnungen fertiggestellt – ein Rückgang um 17,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einer Neubauintensität von nur noch 2,48 fertiggestellten Wohnungen pro 1000 Einwohner verzeichnet Deutschland demnach einen der stärksten Rückgänge in Europa.

Auch in München verknappt sich das Angebot weiter. Bereits das städtische Wohnungsmarktbarometer dokumentierte die angespannte Lage und zeigte, dass die Mieten in München die 25-Euro-Marke überschritten haben.

Mieten steigen weiter: Prognosen für den Wohnungsmarkt

Eine fatale Kombination: Die rückläufige Bautätigkeit und die anhaltende Nachfrage wirken sich direkt auf den Mietmarkt aus. Die Experten von Deloitte erwarten für 19 der 24 Länder, zu denen Daten vorliegen, weiterhin steigende Mieten. In mehr als der Hälfte der untersuchten Länder gehen die Analysten davon aus, dass sich die Bezahlbarkeit von Wohnraum bis 2029 weiter verschlechtern wird. (Quelle: Deloitte Property Index), (leo)

Artikel von Tz.de