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Sport

Bayern-Star Kimmich mit erschreckender Zweikampfquote gegen PSG

Luca Hartmann
29/04/2026 12:29:00

Statistik zeigt Saison-Tiefstwert

Beim wilden 4:5 des FC Bayern in Paris zeigte Joshua Kimmich ungewohnte Schwächen im Zweikampfverhalten. Die Statistik zeigt sogar einen Saison-Tiefstwert.

München/Paris – Neun Tore, ein historischer Abend und ein Ergebnis, das alle Chancen für das Rückspiel offenlässt: Das 4:5 des FC Bayern bei Paris Saint-Germain im Halbfinal-Hinspiel der Champions League war Fußball auf allerhöchstem Niveau. Doch hinter dem spektakulären Comeback der Münchner – die zwischenzeitlich 2:5 zurücklagen – verbirgt sich ein Schwachpunkt, der zu denken gibt.

Bayern-Star Joshua Kimmich (r.) im Duell mit PSG-Motor Vitinha.

Joshua Kimmich (erhielt für seinen Auftritt die Note 3), Bayerns Mittelfeld-Anker und einer der wichtigsten Führungsspieler im Team von Vincent Kompany, erlebte zweikampfmäßig einen Abend zum Vergessen. Von sieben geführten Zweikämpfen gewann der Nationalspieler lediglich zwei – eine Quote von mageren 28,6 Prozent. Das war der schwächste Wert aller eingesetzten Bayern-Spieler an diesem Abend.

Joshua Kimmich bei Bayern-Pleite gegen PSG mit schwächster Zweikampfbilanz aller FCB-Stars

Zum Vergleich: Jonathan Tah gewann beide seiner Zweikämpfe (100 Prozent), Luis Díaz kam auf starke 80 Prozent (12 von 15). Selbst die offensiven Akteure wie Harry Kane (66,7 Prozent) oder Jamal Musiala (66,7 Prozent bei 15 Zweikämpfen) stachen Kimmich in dieser Kategorie deutlich aus. Nur die PSG-Spieler João Neves (26,7 Prozent) und Ousmane Dembélé (25,0 Prozent) schnitten noch schlechter ab.

Die Zahlen fügen sich in ein beunruhigendes Bild: In der gesamten Pflichtspielsaison gab es kein einziges Spiel, in dem Joshua Kimmich bei mindestens fünf Zweikämpfen auf eine schwächere Quote kam als in Paris. Dreimal erreichte er zwar ebenfalls 28,6 Prozent – unterboten hat er diesen Wert aber nie.

Dabei glänzt Kimmich normalerweise gerade in dieser Disziplin. In der laufenden Champions-League-Saison lag seine durchschnittliche Zweikampfquote vor dem PSG-Spiel bei 68,4 Prozent. In der Bundesliga kommt er immerhin auf 53,7 Prozent. Der Pariser Wert liegt also deutlich unter seinem gewohnten Niveau.

Dennoch gilt es, die schwache Quote aufs Spiel bezogen richtig einzuordnen. Die extrem schnelle Partie spielte sich hauptsächlich auf den Flügeln ab, Kimmich hatte dementsprechend nicht so viele Spielanteile wie gewohnt. Zudem folgte auf seine verlorenen Zweikämpfe kein direkter Gegentreffer. Stattdessen legte der 31-Jährige mit seinem starken Freistoß das dritte Münchner Tor durch Dayot Upamecano auf und absolvierte zudem viele wichtige Meter und Sprints.

Die schwache Zweikampfquote fällt angesichts dessen nicht übermäßig stark ins Gewicht. Jedoch kann sie auch ein wichtiger Fingerzeig fürs Rückspiel sein. In der heimischen Allianz Arena müssen die Münchner nächste Woche Mittwoch (6. Mai) vor allem defensiv ein anderes Gesicht zeigen – wofür eine bessere Zweikampfquote von elementarer Bedeutung sein wird. (LuHa)

Artikel von KaiK.ai