menu
menu
Sport

RB Leipzig gegen Eintracht Frankfurt jetzt live: SGE-Abwehr verschläft Anpfiff – Leipzig eiskalt

Henning Bräuninger
10/10/2026 14:14:00

5. Spieltag der Bundesliga

Für die SGE gilt es, gegen Leipzig endlich die wackelnde Defensive zu stabilisieren und ein Erfolgserlebnis zu sammeln. Der Live-Ticker.

Update, 17.30 Uhr: Die Aufstellungen der beiden Mannschaften liegen vor. Eintracht-Coach Adi Hütter setzt wie erwartet auf eine defensive Dreierkette, bestehend aus Kapitän Robin Koch, Nnamdi Collins und Neuzugang Lilian Brassier. Die Schienen beackern Ansgar Knauff und Keita Kosugi. Im Sturm dürfen neben Jonathan Burkardt auch Can Uzun und Ritsu Doan ran. DFB-Rookie Younes Ebnoutalib muss zunächst auf der Bank Platz nehmen.

So startet die SGE: Atubolu – Knauf, Brassier, Koch, Collins, Kosugi – Onyedika, Aseko – Uzun, Burkardt, Doan

Bei den Leipziger Gastgebern beginnen: Vandevoordt – Baku, Orban, Lukeba, Raum – Banzuzi, El Aynaoui, Maksimovic, Nkunku, Nusa – Romulo

Erstmeldung: Zwei Bundesligisten mit enttäuschendem Saisonstart treffen aufeinander. RB Leipzig empfängt Eintracht Frankfurt am heutigen Samstagabend um 18.30 Uhr zum Bundesliga-Topspiel in der Red-Bull-Arena (alle TV-Infos). Für beide Teams geht es um mehr als drei Punkte. Der Verlierer droht, in eine handfeste Krise zu rutschen.

Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib konnten bisher beide im Trikot der SGE überzeugen.

Nach vier Spieltagen stehen beide Klubs weit hinter den eigenen Erwartungen. Leipzig belegt mit sechs Punkten Platz neun. Frankfurt folgt mit fünf Punkten auf Rang zehn. Bei RB Leipzig ist die Stimmung daher angespannt. Trainer Martin Demichelis steht nach einem schwachen Saisonstart bereits auf dem Prüfstand. Sechs Punkte aus vier Spielen und ein 1:4-Debakel beim Champions-League-Debütanten Como reichen nicht an die Ansprüche des Klubs heran.

Schafft Eintracht Frankfurt in Leipzig die Kehrtwende

Medienberichte spekulieren bereits über eine mögliche Nachfolge. Als Kandidaten werden Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann und tatsächlich Ex-Eintracht-Coach Dino Toppmöller gehandelt. Toppmöller wurde zuletzt skurril bei RC Lens entlassen. Sein langjähriger Co-Trainer Stefan Buck ist bereits in Leipzig tätig.

Doch auch bei Toppmöllers alter Liebe, der SGE, lief der Saisonstart unter Trainer-Rückkehrer Adi Hütter nicht zufriedenstellend. Dieser plant nun wohl die Rolle rückwärts zur defensiven Dreierkette. Das schafft jedoch ein ungewöhnliches Problem. Vier Nationalspieler stehen für die Offensive bereit: Jonathan Burkardt, Younes Ebnoutalib, Can Uzun und Ritsu Doan. Einer muss auf die Bank. Burkardt gilt als gesetzt. Wer von den anderen drei weichen muss, ist offen.

Hütter sieht darin kein reines Problem. „Man kann sich als Klubtrainer glücklich schätzen, Optionen und Stürmer zu haben, die nicht nur beide einen guten Start mit ihren Toren hingelegt haben, sondern auch gut zusammenpassen“, sagt er in Bezug auf Burkardt und DFB-Neuling Ebnoutalib. „Wenn man Spieler auf der Bank hat, die das Spiel noch beeinflussen können, ist das auf der einen Seite ein Luxusproblem, auf der anderen Seite aber auch sehr wichtig“, so der Österreicher.

Auf der rechten Seite dürfte Ansgar Knauff den jungen Elias Baum auf der Schiene verdrängen. RB-Coach Demichelis selbst gibt sich kämpferisch. „Die Erwartungen der Fans sind klar und auch verständlich. Natürlich erwarten sie mehr – genauso wie unsere Spieler und ich selbst. Dementsprechend werden wir gegen Frankfurt alles reinhauen und voll fokussiert sein. Ich freue mich auf diesen Druck, denn genau diesen Druck braucht man, um seine Ziele zu erreichen“, sagte der Argentinier.

Frankfurt will bittere Statistik aufbessern

Hütter mahnt zur taktischen Disziplin. „Wenn wir taktisch diszipliniert sind, wenn wir die Zweikämpfe annehmen, bekommen wir Möglichkeiten. Wir müssen so auftreten wie in Mainz, dann ist es sicherlich so, dass es auch für Leipzig nicht einfach wird“, sagte der SGE-Coach. Fehlen werden Jeremiaha Maluze, Malik Pimpong und Jessic Ngankam.

Die Zahlen sind aus Frankfurter Sicht jedoch wenig ermutigend. Von zehn Auswärtsspielen in Leipzig gewann die Eintracht nur eines. Auch in der Vorsaison war für die SGE gegen Leipzig nichts zu holen. Im Dezember verlor Frankfurt mit 0:6, im April folgte ein 1:3. Die Abwehr bleibt das größte Problem der Hessen. Zehn Gegentore in vier Spielen sind ligaweit einer der schlechtesten Werte. Nur der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach kassierten mehr. (hbr)

Artikel von Soester Anzeiger