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Ärger und Enttäuschung: 200-Kilo-Wildschwein weg und Wandbild beschmiert

Dominik Maaß
22/10/2026 16:03:00
Unbekannte Sprayer haben das Wandbild auf der Garagenrückwand am Penngelpad verunstaltet.

Vandalismus

Unbekannte Sprayer haben das Wandbild auf der Garagenrückwand am Penngelpad verunstaltet.

Den Mitarbeitern der Stadt fehlen die Worte. Unbekannte Täter haben eine fast 200 Kilogramm schwere Wildschwein-Figur aus dem Stadtwald gestohlen und ein aufwendig gestaltetes Wandbild am Pengel-Pad beschmiert.

Werl – Das Graffiti auf der Rückseite der städtischen Garagen am Pengel-Pad ist noch keine Woche alt, da ist es schon von Unbekannten beschmiert worden. Laut Mitteilung der Stadt haben die Täter das Wandbild in der Zeit von Mittwochmittag bis Donnerstagmittag verunstaltet. Die Stadt stellte daraufhin Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei.

Das Wandbild stellt den historischen Zug „Pengel-Anton“ auf seinem Weg von der Werler Vergangenheit in die Zukunft dar. Verschiedene prägnante Orte der Werler Stadt wie der alte Bahnhof des Pengel-Anton, der Kurpark und die Basilika werden in dem Bild dargestellt. Die Gesamtkosten für das Werk lagen bei 15 000 Euro, wobei die Stadt wegen einer Förderung nur 4000 Euro selbst bezahlen musste. Die Graffiti-Künstler, die das Bild erstellt haben, und die Stadt Werl zeigen sich „sehr enttäuscht“ über die Schmierereien.

200-Kilo-Wildschwein weg und Wandbild beschmiert

Mit noch mehr krimineller Energie gingen die Täter vor, die eine fast 200 Kilogramm schwere Wildschwein-Figur aus dem Stadtwald gestohlen haben.

Diese Wildschwein-Skultptur wurde aus ihrer Verankerung gerissen und gestohlen.

Im Rahmen der Aufwertung des Werler Stadtwaldes war sie erst vor etwa zwei Wochen in der Nähe des Spielplatzes am Werler Zugangspunkt an der Wickeder Straße aufgestellt worden. Sie war zum Spielen für Kinder sowie als Fotopunkt gedacht und kostete in der Anschaffung einen niedrigen vierstelligen Betrag.

Laut Stadtverwaltung stellten Forstbeschäftigte am Donnerstagmorgen um 7 Uhr fest, dass die Figur entwendet worden war. Der Tatzeitpunkt muss demnach zwischen Mittwochnachmittag, 21. Oktober, und dem frühen Donnerstagmorgen liegen.

Figur war mit Dübeln gesichert

Die Figur war laut Stadt über mehrere Dübel in einem Betonfundament gesichert. Für das Aufstellen seien vier Mitarbeiter nötig gewesen. Die Stadt geht deshalb davon aus, dass es sich beim Diebstahl um ein geplantes Unterfangen gehandelt hat und mehrere Personen mit entsprechendem Werkzeug und einem Fahrzeug an dem Diebstahl beteiligt waren. Auch in diesem Fall wurde Strafanzeige gestellt.

„Die Stadtverwaltung bedauert den Verlust sehr und zeigt sich entschlossen, den oder die Verantwortlichen zu ermitteln“, heißt es in der Pressemitteilung.

Um die Aufklärung der Taten zu unterstützen, hat die Stadt in beiden Fällen jeweils eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung des Täters oder der Täter führen. Bürger, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, sollen sich an die Polizei oder die Stadtverwaltung wenden.

Artikel von Soester Anzeiger