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Ernährung

Gudrun Deisenroth hat sich bei der „Küchenschlacht“ wacker geschlagen – jetzt ist sie berühmt

Ludger Tenberge
09/10/2026 15:00:00

Kochshow im ZDF

Kommt sie wieder einen Tag weiter? Tag für Tag schaute Gudrun Deisenroth seit Montag mit Familienangehörigen und guten Freunden daheim die Kochshow im Fernsehen.

In der Kochshow des ZDF kam die Bad Sassendorferin unter die letzten drei. Dabei wäre ihre Teilnahme beinahe ausgefallen – wegen eines Küchenunfalls.

Bad Sassendorf – Filet vom Strohschwein in grüner Pfeffer-Rahm-Sauce mit glasierten Orangen-Möhren und Kartoffelstampf: Was nach Sterneküche klingt, ist für Gudrun Deisenroth (72) aus Bad Sassendorf ein Lieblingsgericht. Und überzeugen konnte sie damit gleich am ersten Tag auch bei der „Küchenschlacht“ im ZDF. Und das, obwohl Juror Tarik Rose einräumen musste, dass ihm der Begriff „Strohschwein“ gar nicht recht geläufig war. Bestens geschmeckt hat es ihm dennoch, und so kam die Kochenthusiastin aus Bad Sassendorf direkt einen Tag weiter.

Wie üblich reduzierte sich die Zahl der Hobbyköche von Tag zu Tag. Von den fünf Kandidaten, die montags an der Reihe sind, wird in dem „Duell“ am Freitag das Siegergericht gekürt. Gudrun Deisenroth schaffte es immerhin bis unter die letzten drei, die in dieser Woche am Donnerstag angetreten waren. Fleischklöße aus aller Welt, lautete die Vorgabe, und wie mit dem Filet vom Strohschwein setzte die Rentnerin mit rumänischen Mititei mit Mămăligă (einer Art Polenta), Joghurtsauce und cremigem Gurkensalat auf ein eher unbekanntes Gericht. Das bedeutete selbst für Juror Maurizio Oster eine Herausforderung, und Moderatorin Viktoria Fuchs musste ihm erläutern, dass die Mămăligă durchaus etwas trocken sein darf, da sie zusammen mit der Sauce und dem Gurkensalat verspeist wird.

Erfolg mit Filet vom Strohschwein

Alle drei Kandidaten hatten für den Juror exzellent gekocht. „Ihr seid alle drei grandios, das ist gigantisch“, erklärte er. Am Ende gaben seine persönlichen Vorlieben den Ausschlag für die chinesischen Löwenkopfbällchen. Gudrun Deisenroth musste sich aus der Sendung verabschieden. Aber mit einem sehr guten Gefühl, wie sie selbst in der Sendung am Freitag in der Rückschau betonte: „Ich fahre mit erhobenem Haupt nach Hause, es war eine tolle Erfahrung und ich möchte sie nicht missen!“

Das bekräftigte sie, noch erkennbar begeistert und beeindruckt, auch im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Betreuung der Kandidaten und das ganze Drumherum seien einfach toll gewesen: „Ich habe mich nach einer Stunde wie zu Hause gefühlt.“ Produziert wurde die Sendung in Hamburg, die Kandidaten wurden mit dem Bus abgeholt und in einem Hotel untergebracht, zwei Personen standen zur Betreuung bereit. Pro Tag wurden zwei Sendungen aufgezeichnet, zweimal täglich ging es somit im Studio vor laufender Kamera und unter den neugierigen Blicken der Zuschauer an den Herd. Der mit seinem Cerankochfeld allerdings eine Herausforderung darstellte, weil sie zu Hause seit Jahren mit einem Induktionsherd kocht.

Gudrun Deisenroth aus Bad Sassendorf war in dieser Woche bei der „Küchenschlacht“ des ZDF dabei. Eine tolle Erfahrung, wie sie berichtet.

Trotzdem konnten sich die Gerichte von Gudrun Deisenroth allesamt sehen lassen, wie übrigens ebenso die ihrer Mitstreiter. Nervenaufreibend war in jeder Sendung vor allem die Phase der Verkostung, wenn namhafte Spitzenköche die Gerichte bewerteten. Doch auch die Begegnung mit diesen Helden der Kochkunst sei sehr freundschaftlich gewesen, berichtete die Bad Sassendorferin.

Der Entschluss zur Teilnahme an der Sendung hatte sich nach einem Besuch der Kochshow ergeben. Eine Freundin hatte Eintrittskarten für die Zuschauertribüne ergattert. Nachher seien sie beide der Meinung gewesen: „Das können wir auch!“ Als die Mutigere von beiden hatte Gudrun Deisenroth sich schließlich über den Fragebogen im Internet beworben. Anfang Juni kam ein Anruf des ZDF, ob sie noch interessiert sei. Und ob!

Rundum positive Erfahrung

Danach bereitete sich die begeisterte Köchin intensiv auf die Sendung vor. Wobei sie sich ausgerechnet beim Probekochen so heftig in den Daumen schnitt, dass die Teilnahme an der Kochshow mehrere Wochen auf Messers Schneide stand. Ausgerechnet die rumänischen Mititei konnte sie daher nur einmal zur Probe zubereiten. Mit ihrem Abschneiden ist Gudrun Deisenroth gleichwohl sehr zufrieden. Sie hatte sich schon vorher im Mittelfeld gesehen, und ihr wichtigstes Ziel hatte sie direkt am Montag erreicht: „Ich wollte unbedingt das Soester Strohschwein nach vorne stellen.“

Ihre Kochkünste sind, wie Deisenroth berichtete, sozusagen genetisch bedingt. Mehrere Familienangehörige seien sehr versiert am Herd, auch für sie selbst sei das Kochen eher eine meditative Freude als eine tägliche Pflichtübung. Kein Wunder also, dass ihre Erfahrung mit der „Küchenschlacht“ rundum positiv ausfällt: „Wer gerne kocht und mutig ist, sollte sich unbedingt anmelden, das macht glücklich!“ Und wohl auch ein wenig berühmt: Sie sei, so Gudrun Deisenroth, beim Einkaufen bereits mehrfach auf die Sendung angesprochen worden.

Dass die Kochkunst in der Kurortgemeinde hoch im Kurs steht, belegt auch die vielfältige Gastronomie.

Artikel von Soester Anzeiger