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Bildung

Vom Pilotprojekt zur festen Stütze: Seit 30 Jahren Jugendsozialarbeit an Schulen im Kreis Freising

08/10/2026 07:00:00

Jubiläum

30 Jahre Jugendsozialarbeit an Schulen: Die JaS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter kümmern sich um eine Vielzahl an Themenfelder der Jugendsozialarbeit.

Was vor 30 Jahren als innovatives Pilotprojekt begann, ist heute ein fester und unverzichtbarer Bestandteil der Schullandschaft im Kreis Freising: die Jugendsozialarbeit an Schulen.

Landkreis – Als eine der ersten Einrichtungen in der Region öffnete die damalige Paul-Gerhardt-Schule in Freising im Jahr 1996 ihre Türen für die Schulsozialarbeit. Was zunächst mit einer einzigen Fachkraft und viel Überzeugungsarbeit begann, entwickelte sich rasch zu einem Erfolgsmodell. Bereits im Jahr 2000 wurde das Angebot auf vier weitere Schulen ausgeweitet. In den darauffolgenden Jahren kamen immer wieder kontinuierlich weitere Standorte hinzu. „Die Jugendsozialarbeit an Schulen ist seit drei Jahrzehnten ein verlässlicher Anker für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Sie unterstützt dort, wo Herausforderungen entstehen – direkt im Lebensraum Schule“, betont das Landratsamt Freising in einern Mitteilung.

Begonnen hatte die Schulsozialarbeit im Landkreis als landkreiseigenes Pilotprojekt. Seit Mitte der 2000er Jahre ist sie Teil des vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geförderten Programms „Jugendsozialarbeit an Schulen“. Ziel war und ist es, soziale Benachteiligungen auszugleichen sowie Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung von persönlichen, familiären und schulischen Herausforderungen zu unterstützen – bevor daraus schwerwiegende Krisen entstehen.

Themenfelder haben sich deutlich verändert

Die Themenfelder der Jugendsozialarbeit sind vielfältig und haben sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Schulverweigerung, Konflikte im schulischen Umfeld, familiäre Belastungen, psychische Erkrankungen und Belastungen, Armut sowie gesellschaftliche Krisen und Zukunftsängste prägen den Arbeitsalltag der Fachkräfte.

Gleichzeitig haben Digitalisierung, soziale Medien und zunehmender Leistungsdruck die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen nachhaltig verändert. Die Jugendsozialarbeit an Schulen bietet dabei ein niedrigschwelliges, kostenloses und vertrauliches Beratungs- und Unterstützungsangebot – genau dort, wo Kinder und Jugendliche einen Großteil ihres Alltags verbringen.

Ein Auftrag für die Zukunft

Das 30-jährige Jubiläum ist für die Verantwortlichen jedoch nicht nur Anlass zum Rückblick, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft. Angesichts steigender Fallzahlen und zunehmend komplexer Problemlagen wächst der Bedarf an weiteren Unterstützungsangeboten.

Der Landkreis Freising baut deshalb die Jugendsozialarbeit an Schulen konsequent weiter aus, wie es abschließend heißt: „Aktuell werden sechs zusätzliche Stellen besetzt, um insbesondere den Ausbau an den Gymnasien sowie an der Realschule Au voranzutreiben. Damit werden heuer insgesamt 35 Schulen im Landkreis von 40 Fachkräften der Jugendsozialarbeit an Schulen betreut.“
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Der Hintergrund

Die staatliche Förderung der Jugendsozialarbeit an Schulen wurde im Jahr 1999 eingeführt. Damals startete das Bayerische Sozialministerium ein Modellprojekt an zunächst 14 Schulen in Bayern. In den Jahren 2008 und 2009 beschloss der Bayerische Landtag die Weiterentwicklung und den Ausbau des Programms. Die Förderung wurde seither schrittweise auf weitere Schularten ausgeweitet und ist heute ein zentraler Baustein der Kinder- und Jugendhilfe an Schulen.

Artikel von Meine Anzeigenzeitung