Verkauf in Rhade
Das Veranstaltungshaus „Kultur hinterm Feld“ in Rhade soll verkauft werden. Alle Veranstaltungen im kommenden Jahr werden noch wie geplant umgesetzt. Für 2028 nimmt Karl-Heinz Büsing bereits keine Termine mehr an.
Rhade – Das Veranstaltungshaus „Kultur hinterm Feld“ in Rhade steht zum Verkauf. Das haben die Inhaber Ute und Karl-Heinz Büsing am Dienstagnachmittag überraschend bekannt gegeben. Wie sie in einer Pressemitteilung erläutern, möchten sie einen neuen Lebensabschnitt beginnen und zugleich ihren Lebensmittelpunkt verlegen. Dafür soll ihr Hof „perspektivisch“ in neue Hände gegeben werden, wie Büsings schreiben. Bis es so weit ist, dauert es jedoch noch: „Die Veranstaltungen finden 2027 natürlich wie geplant statt“, betonen Büsings. Für 2028 habe er allerdings keine Termine mehr angenommen, erläutert Karl-Heinz Büsing gegenüber der Mediengruppe Kreiszeitung. Der gesteckte Zeitrahmen biete ausreichend Raum, das Grundstück in gute Hände zu geben.
Seit 2019 habe das Ehepaar mit „Kultur hinterm Feld“ einen Ort geschaffen, der weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt geworden ist. „Konzerte mit besonderer Atmosphäre, Hochzeiten, Familienfeiern und viele persönliche Begegnungen haben den Hof zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region Wildeshauser Geest und weit darüber hinaus gemacht“, fassen Büsings es in ihrer Mitteilung für sich zusammen. Der Hof habe „unfassbar viel Zulauf erfahren“, ergänzt Karl-Heinz Büsing gegenüber der Redaktion. Für das kommende Jahr hätte er jeden Termin dreimal vergeben können. „Wir bekommen fünf bis zehn Anfragen am Tag“, verdeutlicht er die große Nachfrage.
Diese Entscheidung, den Hof veräußern zu wollen, sei ihnen nicht leicht gefallen: „Schließlich steckt in ,Kultur hinterm Feld‘ nicht nur viel Arbeit, sondern vor allem eine große Portion Herzblut.“ Im Laufe der Jahre sei hier etwas entstanden, das für die beiden Eigentümer, ihre Gäste und viele Menschen aus der Region eine besondere Bedeutung gewonnen habe. Doch genau deshalb wollten seine Frau und er frühzeitig und offen über ihre Pläne sprechen, betont der 61-Jährige – und dies, noch bevor der Hof offiziell zum Verkauf angeboten wird. Der Gedanke, diesen Weg einzuschlagen, sei ihnen vor rund einem Jahr gekommen.
Sämtliche bereits vereinbarten Veranstaltungen im kommenden Jahr werden von dem Inhaber-Ehepaar unverändert umgesetzt: „persönlich und mit dem gewohnten Engagement“, wie es in der Mitteilung heißt. Alle Gäste und insbesondere die Brautpaare, die den Veranstaltungsort für ihre Feiern gebucht haben, können sich darauf verlassen und vor allem freuen, dass ihre geplanten Feiern und Veranstaltungen natürlich wie vereinbart stattfinden, betonen Büsings.
Für die Zukunft wünschen sich die Veranstalter Menschen, die das Besondere dieses Ortes erkennen und wertschätzen. Natürlich wäre es ihr Herzenswunsch, wenn „Kultur hinterm Feld“ in „irgendeiner Form weiterleben“ könnte, schreiben sie. Gleichzeitig wisse man, dass neue Eigentümer auch eigene Vorstellungen und Ideen mitbringen werden: „Und das ist auch gut so.“ Denn: „Die Geschichte des Hofes hat viele Kapitel und jeder Eigentümer schreibt sein eigenes neu.“
Die Zukunft soll daher bewusst offenbleiben, schreiben Büsings: „Ob eine Fortführung als Kultur- und Veranstaltungsort, eine Weiterentwicklung des bisherigen Konzepts oder eine ganz andere Perspektive für das Anwesen, das vielleicht auch schlicht als Zuhause geliebt, gelebt und genutzt werden soll.“
Gleichwohl wollten sich Ute und Karl-Heinz Büsing trotz dieser Entscheidung nicht einfach von ihrem Lebenswerk verabschieden. Vielmehr wollen sie rechtzeitig die Möglichkeit schaffen, dass „dieser besondere Ort eine neue Zukunft bekommt“.