Höhlenkunst der Eiszeit
Die Sonderausstellung „Bilder im Dunkeln" im Deutschen Pferdemuseum Verden ist nur noch bis zum 25. Oktober geöffnet. Besucher erkunden 35.000 Jahre alte Höhlenmalereien mit eigener Taschenlampe im abgedunkelten Raum.
Verden – Nur noch bis kommenden Sonntag, 25. Oktober, ist die aktuelle Sonderausstellung im Deutschen Pferdemuseum (DPM) zu sehen. Unter dem Titel „Bilder im Dunkeln – Höhlenkunst der Eiszeit“ führt sie die Museumsgäste 35.000 Jahre zurück in die Vergangenheit. In einer Zeit, in der Wildpferde, Mammuts und Wollnashörner durch Europa streiften und die Menschen im Schein von Fackeln lebten, entstanden tief im Inneren dunkler Höhlen die ersten großen Kunstwerke der Menschheit. Die Sonderausstellung bringt die faszinierende Welt der eiszeitlichen Höhlenkunst nach Verden und lässt die Epoche der Eiszeit lebendig werden.
Die im Neanderthal Museum in Mettmann entwickelte Sonderausstellung bietet ein ganz besonderes Besuchserlebnis. Denn der Ausstellungsraum ist fast vollständig abgedunkelt. Die Gäste werden also selbst zu Höhlenforschenden und erkunden die Bilder Schritt für Schritt im Licht ihrer mitgebrachten Taschenlampen oder Smartphones. Die Sonderausstellung „Bilder im Dunkeln – Höhlenkunst der Eiszeit“ ist bis Sonntag täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Bis heute werfen die spektakulären Höhlenmalereien Fragen auf: Aus welchen Gründen brachten die Menschen ihre Zeichnungen tief im Inneren dunkler Höhlen an? Was bedeuten die Darstellungen? Waren es Heiligtümer, festgehaltene Mythen oder Dokumentationen von Ereignissen? Mit welchen Techniken entstanden die Bilder? Und wie erzeugten die Menschen zu der Zeit Licht? Die Sonderausstellung wird Einblicke in diese Rätsel der Höhlenkunst geben und aufzeigen, welche Erkenntnisse Forschende heute aus den Zeichnungen ziehen. Neben den großformatigen Fotografien bereichern Repliken von Kleinkunstobjekten, Audiodateien und auch ein Film die Präsentation, teilt das DPM mit.
Grundlage der Ausstellung ist eine außergewöhnliche Fotosammlung aus dem Bestand des Neanderthal Museums. Auf der Suche nach Inspiration bereiste der Bühnenbildner und Fotograf Heinrich Wendel in den 1960er und 1970er Jahren zahlreiche eiszeitliche Höhlen in Frankreich und Spanien. In knapp 3.000 Fotografien dokumentierte er die Malereien an den Höhlenwänden. Damals wie heute sind diese bedeutenden Kunstwerke äußerst empfindlich und daher nur für wenige Menschen, meist Forschende, zugänglich.