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Bildung

Grundschule Elgershausen wird für 17,4 Millionen Euro zum Schulcampus

Svenja Heckerott
17/10/2026 08:00:00
So soll es 2028 aussehen: Die Grundschule Elgershausen bekommt einen Erweiterungsneubau.

Bau in Schauenburg

So soll es 2028 aussehen: Die Grundschule Elgershausen bekommt einen Erweiterungsneubau.

Der Landkreis Kassel reißt zwei Altbauten ab und errichtet einen modernen Neubau mit elf Klassenzimmern und Mensa. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant.

Schauenburg – Trotz Ferien herrscht an der Grundschule Elgershausen reger Betrieb. Von eifrigen Kindern ist keine Spur, dafür piept es, als Lkw rückwärts fahren. Auf dem Dach des Verwaltungstrakts hantieren Bauarbeiter. Geröll und Schutt häufen sich vor dem Gebäude. Die Abrissarbeiten für den Erweiterungsneubau haben begonnen. 17,4 Millionen Euro investiert der Landkreis in das Großprojekt – dabei handelt es sich um eines seiner größten Investitionsvorhaben im Schulbereich.

Platz für Neues: Aktuell wird der alte Verwaltungs- und Fachklassenkomplex abgerissen.

„Auf dem Schulgelände wird ein moderner, barrierefreier und optimal auf die Bedürfnisse des Ganztags ausgerichteter Schulcampus entstehen“, sagt Schuldezernentin Silke Engler. Weil die Anforderungen an den Schulbetrieb steigen, wird mehr Platz für Klassen- und Betreuungsräume sowie die Verwaltung benötigt.

Laut Angaben des Landkreises besuchen 195 Schüler die Grundschule. Ab dem Jahrgang 1 wird sie dreizügig geführt, das bedeutet, dass es in jedem Jahrgang drei Parallelklassen gibt. Das Gebäude aus dem Jahr 1953 – dort befand sich bis Frühjahr 2026 die städtische Kita – sowie ein weiteres Gebäude aus dem Jahr 1963, in dem Fachklassen und Verwaltung untergebracht waren, sollen nicht mehr den modernen pädagogischen Anforderungen entsprechen. Außerdem bestehe erheblicher Sanierungsbedarf.

Um den weiterlaufenden Schulbetrieb am Standort so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, werden die Bauarbeiten in zwei Bauabschnitte unterteilt. Während des ersten Bauabschnittes sollen der Abriss des abgängigen Fachklassen- und Verwaltungsgebäudes und die Errichtung eines Ersatzneubaus erfolgen. Geplant ist, dass der neue Klassentrakt direkt an das bestehende Klassengebäude andockt.

Insgesamt elf Klassenzimmer mit je 60 Quadratmetern, sechs Differenzierungsräume für individuelles Lernen sowie zeitgemäße Verwaltungs- und Nebenräume werden entstehen, informiert der Landkreis Kassel. „Ein Herzstück des Neubaus wird die rund 211 Quadratmeter große neue Mensa mit eigener Ausgabeküche und einem Speisesaal sein, der multifunktional auch als Aula genutzt werden kann“, sagt Projektleiter Joachim Zaschka vom Immobilienmanagement des Landkreises. Weiter soll das bestehende Klassengebäude umstrukturiert werden, um das Betreuungs- und Ganztagsangebot vollumfänglich umsetzen zu können. Ein zwölfter Klassenraum bleibt im Obergeschoss des Bestandsgebäudes erhalten.

Für den zweiten Bauabschnitt steht der Abriss des derzeit als Interimsverwaltungsgebäude genutzten Kita-Grundschulgebäudes aus dem Jahr 1953 auf dem Plan. Hier soll ein dringend benötigter Parkplatz für das Schulpersonal entstehen. Darüber hinaus wird der Außenbereich der Schule umgestaltet. „Später besteht fast der gesamte Komplex aus Holz. Damit er vom Erscheinungsbild in die Ortschaft passt, werden die Dächer spitz und nicht flach“, so Architekt Keivan Karampour.

Bereits im Frühjahr haben die Vorbereitungen begonnen. Nach der Ertüchtigung der Stützmauer und des Heizungskellers erfolgten eine Schadstoffsanierung und der Abriss des ersten Gebäudeteils. Wenn alles nach Plan läuft, werden diese Arbeiten Mitte Dezember abgeschlossen. Ende November starten die Roharbeiten für den neuen Trakt und es wird damit begonnen, das alte Verwaltungsgebäude abzureißen. Für die Fertigstellung des gesamten Neubaus und die Inbetriebnahme nennt der Landkreis den Zeitraum Ende 2028.

Artikel von Hessische/Niedersächsische Allgemeine