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Zuhause

Der Boden fühlt sich nicht kalt an, aber das Haus kühlt ab – so funktioniert Fußbodenkühlung

Leoni Unfried
24/06/2026 12:14:00

Gut temperiert

Im Sommer wünschen sich viele eine Klimaanlage, die jedoch teuer sein kann. Eine Alternative arbeitet lautlos unter den Füßen.

Räume erhitzten sich im Sommer oftmals rasant. Dann nutzen viele Ventilatoren oder Klimageräte, um die Temperaturen im Wohnungsinneren zu senken. Doch während Ventilatoren die warme Luft nur verwirbeln, verbrauchen Klimageräte viel Strom und können Zugluft erzeugen. Wie LUDWIGSHAFEN24 berichtet, verspricht eine Alternative jetzt, gekühlte Räume, und zwar vom Boden aus. Weitere praktische Lifehacks finden Sie hier.

Die Fußbodenkühlung kann die Raumtemperatur senken. (Symbolbild)

Das Besondere an dieser neuen Variante ist, dass sich der Boden nicht eiskalt anfühlt, sondern angenehm temperiert. Trotzdem lässt sich somit die Raumtemperatur spürbar senken. Dazu kann eine bereits vorhandene Fußbodenheizung genutzt werden, allerdings in umgekehrter Richtung. Idealerweise ist der Boden nicht bedeckt. Ein Trend sagt ohnehin, dass Teppiche von gestern sind und ein Wohntrend von 2026 das Wohnzimmer moderner macht.

Wie funktioniert die Fußbodenkühlung?

Die Fußbodenkühlung ist ein Flächenkühlsystem. Ähnlich wie bei der Fußbodenheizung, die über die gesamte Fläche den Boden erhitzt, kühlt das System den Boden. Dies gelingt, indem durch die Rohre der Fußbodenheizung kaltes Wasser fließt. Dieses nimmt die Wärme des Raumes auf, und lässt die Zimmertemperatur sinken. Die Kühlung erfolgt nicht durch die Luft, sondern durch eine Leitung und einen Austausch der Wärme zwischen den Oberflächen. Bei der Reinigung der Fliesen kann man seine Routine beibehalten oder ein Hausmittel anwenden. Die Böden bleiben wochenlang sauber, denn ein Löffelchen in einem Eimer Wasser sorgt für anhaltenden Glanz.

Es gibt zwei verschiedene Varianten der Fußbodenkühlung. Die passive Kühlung verwendet mittels Wärmepumpe die Kälte des Grundwassers oder aus der Erde. Nun transportiert lediglich die Umwälzpumpe das kalte Wasser durch die Rohre. Nutzt man die aktive Kühlung, so läuft die Wärmepumpe im Umkehrbetrieb. Dieses System basiert auf dem Prinzip der Klimaanlagen. Sie erzeugt gezielt Kälte und erreicht höhere Kühlleistungen, benötigt dafür aber deutlich mehr Energie.

Nicht jede Fußbodenheizung ist für den Kühlbetrieb geeignet. Nahezu alle Systeme, die mit einer Wärmepumpe des Typs Sole-Wasser oder Wasser-Wasser agieren, können in der Regel umgeschaltet werden. Voraussetzung ist eine Umschaltfunktion zwischen Heiz- und Kühlbetrieb. Konventionelle Gas- oder Ölkessel können dagegen keine Kälte erzeugen. Eine Nachrüstung wäre nur über separate Kältemaschinen möglich, was jedoch hohe Kosten mit sich bringen kann. (lu)

Artikel von Hallo München