Straßen-Umbau
Auf der Martin-Luther-Straße wird die Markierung durch einen Radweg ersetzt. Die Stadt sieht Verkehr und ÖPNV weiter stabil. Da gibt es Widerspruch.
München – Der provisorische Radweg auf der Martin-Luther-Straße wird durch einen richtigen ersetzt. Das hat der Stadtrat entschieden. Die Kosten liegen zwischen 0,8 und 1,3 Millionen Euro. Es handelt sich um eine abgespeckte, günstigere Variante als ursprünglich geplant.
Martin-Luther-Straße in München: Auf der Strecke gibt es Gelbmarkierungen, die als Radweg dienen
Auf der Strecke gibt es seit November 2023 eine Gelbmarkierung, die als Radweg dient. Das ging zulasten des übrigen Verkehrs, der seither nur eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung hat. Laut Verwaltung sei trotz der Minderung das Verkehrsaufkommen nahezu gleich geblieben.
Es gebe keine Ausweichrouten, und die Leistungsfähigkeit des Knotens (Giesinger Berg) sei weiterhin gegeben. Gleichzeitig hat der Radverkehr zugenommen. Und beim Bus und auch bei der Tram (Silberhornstraße) seien keine signifikanten Fahrzeitveränderungen festgestellt worden.
Martin-Luther-Straße in München: Neue, breitere Radwege, Bäume und Parkplätze entstehen
Nach dem Umbau bleiben die Gehwege erhalten. Daran anschließend entstehen 2,30 Meter breite Radwege mit einem zusätzlichen Sicherheitsabstand zum Autoverkehr. Außerdem werden südlich der Weinbauernstraße auf der Westseite zwischen Fahrbahn und Sicherheitsstreifen abwechselnd Bäume gepflanzt (insgesamt zehn) und Längsparkplätze (insgesamt 14) errichtet.
„Mit dem Beschluss zur Martin-Luther-Straße fügen wir das letzte Stück des Puzzles hinzu“, sagt Grünen-Stadtrat Christian Smolka. „Am Giesinger Berg haben wir bereits losgelegt und sorgen für mehr Verkehrssicherheit – was sich vor allem Familien im Viertel gewünscht haben. Auch die temporäre Markierung an der Martin-Luther-Straße ist im Viertel gut angenommen worden.“
Martin-Luther-Straße in München: CSU und Freie Wähler schimpfen über Stauzeiten
Aus Sicht von CSU und Freien Wählern stimmt das nicht. „Wir halten die geplante Verkehrsaufteilung nach wie vor für suboptimal“, sagt Hans-Peter Mehling (FW). „Der Bus steht seit der Gelbmarkierung im Stau. Und Autofahrer brauchen in der Rushhour länger.“ Die Fraktion hatte noch beantragt, drei Fahrspuren insgesamt zu erhalten und den Platz der kaum genutzten Fußwege sinnvoller zu verteilen. Der Antrag fand keine Mehrheit.