Von neuen Wohnungen am Tränkeplatz bis zum Dünenpark 2.0: Die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe treiben mehrere Projekte voran. Geschäftsführerin Martina Baden gibt Einblicke in die Planungen für 2027.
Die angekündigte zweiwöchige Sperrung der Wendstraße ab dem kommenden Montag (26. Oktober) hat nichts mit dem geplanten Bauvorhaben am Tränkeplatz der städtischen Wohnungsbaugesellschaft zu tun. Stattdessen werden Schmutzwasseranschlüsse des Zweckverbandes erneuert (wir berichteten). Dennoch schreiten die Planungen für den Bau von 33 kleinen Wohnungen auf dem jetzigen Parkplatz voran, wie HVB-Geschäftsführerin Martina Baden gegenüber der HP erklärte.
„Mit der Vermarktung wollen wir Mitte 2027 starten, der Spatenstich ist für das kommenden Frühjahr geplant“, so die HVB-Chefin. Mit dem Freiräumen des Baufeldes soll schon früher begonnen werden, auch die nötigen Ausschreibungen sind Thema in diesem Winter.
Im HVB-Wirtschaftsplan für 2027, den die Geschäftsführerin demnächst den städtischen Gremien vorstellen wird, „haben wir die bereits bekannten Projekte wie den Dünenpark aufgenommen. Ebenso gehört die Errichtung einer Fischereiplattform mit entsprechender Kaje als Förderprojekt mit in unsere Vorhabenliste. Weiterhin planen wir weitere Stege zu sanieren, die Barrierefreiheit des Ortes voranzutreiben und den Spielplatz an der Promenade zu attraktivieren“, sagte Baden auf HP-Nachfrage zu den Vorhaben im kommenden Jahr. „Insgesamt dürften mehr als zwei Millionen Euro für Planungen und Durchführungen angestrebt werden, immer vorausgesetzt, die Finanzierbarkeit ist über Eigen- und Fördermittel gesichert.“
Ziel sei es, in den Qualitätstourismus, für den Heiligenhafen stehe und beliebt sei, mit entsprechenden Maßnahmen zu investieren. „Dabei wird auch ein Sanierungsfahrplan in den nächsten Jahren in den Fokus rücken, da alles bereits Gebaute auch regelmäßig gewartet, saniert oder erneuert werden muss.“ Dazu zählte Baden unter anderem die Seebrücke sowie alle Stege und Plattformen, deren Zustand mithilfe eines Monitorings erfasst werden soll.
Potenzialfläche wird wieder Thema
Zu den laufenden Planungen bezüglich der rund 20000 Quadratmeter großen Potentialfläche auf dem Steinwarder, die sich im Besitz der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe befindet, hielt sich Martina Baden derweil zurück. „Zu etwaigen Grundstücksverkäufen können wir eher weniger berichten. Die Vorstellung von Plänen liegt in der Hand der Investoren.“ Konkret geht es um die Fläche westlich des großen Steinwarder-Parkplatzes, auf der ursprünglich ein weiteres Hotel und ein Schwimmbad vorgesehen waren. Die Planungen waren 2021 durch einen Bürgerentscheid bekanntlich gestoppt worden.
Im Dezember 2025 hatte Jens Sroka seine Projektidee „Nature Resort“ im Heiligenhafener Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt (wir berichteten). Eingebettet in die Natur, könnten 34 Wohneinheiten entstehen, kleinteilig aufgeteilt in Nature-Homes, Lodges, Tinyhäuser und sogenannte Glamping-Unterkünfte. Ein großer, künstlich angelegter See in der Mitte soll sowohl ein optisches Highlight darstellen und gleichzeitig als Regenrückhaltebecken dienen. Wie Bürgermeister Kuno Brandt auf Nachfrage erklärte, rechne er damit, dass das Thema in der nächsten oder übernächsten Sitzungsrunde der städtischen Gremien auf den Tisch kommen werde.