Mit Tipps für Hausmittel
Ameisen in der Küche sind nicht nur lästig, sondern können auch Lebensmittel verderben. Mit einfachen Hausmitteln und unseren Tipps zur Vorbeugung werden Sie die kleinen Krabbler wieder los.
Wenn sich eine Ameisenstraße quer durch die Küche schlängelt, macht sich schnell Panik breit. Die kleinen Insekten sind ständig auf Nahrungssuche und werden von zucker- sowie eiweißhaltigen Nahrungsmitteln magisch angezogen. Doch bevor Sie zu Insektengift greifen, sollten Sie unbedingt eines der vielen Hausmittel testen, um die Ameisen zu bekämpfen und wieder loszuwerden.
Warum es Ameisen in die Küche zieht
„Ameisen gelangen meist auf der Suche nach Nahrung in Ihre Wohnung oder Ihr Haus“, informiert die Verbraucherzentrale Hamburg auf ihrer Website, „besonders Zucker, süße Speisen oder auch Tierfutter wirken stark anziehend.“ Über undichte Fenster und Türen, Fugen im Mauerwerk oder Kabeldurchführungen finden sie ihren Weg nach drinnen. Hat eine Ameise erst einmal eine Futterquelle entdeckt, markiert sie den Weg mit Duftstoffen und lockt so andere Ameisenfreunde an. So entsteht die bekannte Ameisenstraße. Um die Ameisen in der Küche wieder loszuwerden, muss deshalb vor allem die Ursache beseitigt werden.
Hausmittel gegen Ameisen in der Küche
Die Verbraucherzentrale Hamburg und das Umweltbundesamt empfehlen folgende Hausmittel, um Ameisen in der Küche und an anderen Stellen im Haus zu bekämpfen:
- Stark duftende Kräuter und Gewürze: Lavendel, Zimt, Nelken oder Zitronenschalen auf der Ameisenstraße oder vor Zugängen auslegen. Der intensive Geruch stört den Orientierungssinn der Ameisen.
- Essig-Wasser-Mischung: Eine Mischung aus Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 direkt auf die Ameisenstraße sprühen. Das unterbricht die Duftspur, der die anderen Ameisen folgen.
- Kreide als Stopp-Linie: Ein dicker Kreidestrich stört die Duftspur der Ameisen und ist für sie unangenehm zu überqueren. Ziehen Sie die Linie einfach über Laufwege oder vor Hauseingängen.
- Klebende Barrieren: Spezielle Klebebänder oder Leimstreifen aus dem Handel stoppen die Tiere mechanisch, da sie auf der Oberfläche haften bleiben. Ideal, um Fenster, Türen oder auch Tische zu sichern.
- Diatomeenerde (Kieselgur): Dieses feine Pulver wirkt mechanisch, indem es den Chitinpanzer der Ameisen verletzt und sie austrocknen lässt. Sparsam in Ritzen und auf Laufwege streuen. Achten Sie jedoch darauf, das Pulver nicht einzuatmen und außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufzubewahren.
Verbraucherzentrale rät von chemischen Insektiziden ab
„Generell raten wir von chemisch-synthetischen Ameisenbekämpfungsmitteln ab, denn diese können nicht nur die Ameisen, sondern auch den Menschen und die Umwelt schädigen“, warnt die Verbraucherzentrale Hamburg auf ihrer Website.
So halten Sie Ameisen aus der Küche fern
Die beste Vorbeugung ist, den Ameisen keinen Grund für einen Besuch zu geben. „Um Ameisen auf der Suche nach Nahrung nicht in Häuser zu locken, sollten Nahrungsmittel nicht frei zugänglich sein“, rät das Umweltbundesamt in einer Broschüre. Konkret bedeutet das: Halten Sie die Küche sauber, entfernen Sie Krümel und Speisereste sofort und bewahren Sie Vorräte in fest verschließbaren Behältern auf. Das gilt auch für den Kühlschrank, denn dessen Dichtungen stellen für die kleinen Tiere oft kein Hindernis dar.
Auch Altglas oder leere Flaschen sollten Sie zeitnah entsorgen, da Zuckerreste die Tiere anlocken. Lassen Sie zudem keine Futterreste in Tiernäpfen stehen. Dichten Sie alle potenziellen Zugänge wie Ritzen oder Fugen sorgfältig ab und seien Sie vorsichtig beim Kauf neuer Topfpflanzen – auch hier können sich Ameisen im Wurzelballen verstecken.
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