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Tiere

Attacke auf dem stillen Örtchen: Wie Katzen unter Klomobbing leiden und was dagegen hilft

Kirsten Lemke
02/03/2026 07:00:00

Verbreitetes Problem

Katzentoiletten mit Haube können Klomobbing unter Katzen provozieren. Durch die Haube verliert die Katze ihre Rundumsicht (Symbolbild).

Der Begriff Klomobbing klingt zunächst lustig, beschreibt jedoch ein ernstes Problem im Mehrkatzenhaushalt, das zu Unsauberkeit führen kann. Katzenhalter sollten es daher frühzeitig erkennen.

Klomobbing ist ein verbreitetes Problem im Mehrkatzenhaushalt. Dabei wird einer Katze, die gerade auf dem Katzenklo ist, aufgelauert. Sobald sie aus dem Klo kommt, folgt ein Angriff. In schweren Fällen wird einer Katze sogar der Zugang zum Katzenklo verwehrt oder sie wird angegriffen, während sie ihr Geschäft verrichtet.

Klomobbing kann schwere Folgen für die Katze haben

Der Besuch des Katzenklos ist für Katzen ein sensibler Moment, sie sind schutzlos und können sich nicht wehren. Werden sie dabei auch noch attackiert, bedeutet das großen Stress für die Samtpfoten. Die Folgen sind Unsauberkeit, aber auch vermehrtes Putzen, Aggression und Rückzug. Manche Katzen reagieren auch mit Einhalten auf Klomobbing. Das kann schwere gesundheitliche Folgen, wie Blasenentzündungen, zur Folge haben. So können Sie unterscheiden, ob Ihre Katzen spielen oder streiten.

Klomobbing vermeiden

✅ Ausreichend Katzenklos in unterschiedlichen Räumen
✅ Keine Haubenklos
✅ Katzen auslasten

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Katzenhalter versuchen, Klomobbing erst gar nicht entstehen zu lassen. Dieses Verhalten kann unterschiedliche Gründe haben. Zu wenig Katzenklos sind nur einer davon. Bei der Anzahl der stillen Örtchen für die Katze gilt die Faustformel: eins mehr als Katzen im Haushalt leben. Denn die Samtpfoten sind sehr reinlich und trennen gern das kleine vom großen Geschäft.

Katzentoilette mit Haube provozieren Klomobbing

Haubenklos mögen zwar praktisch erscheinen – immerhin verhindern sie, dass die Katze beim Buddeln Streu aus der Katzentoilette herausbefördert – allerdings widersprechen sie dem natürlichen Verhalten von Katzen. Die Tiere haben auf der Toilette gern ihre Umgebung im Blick, um Angreifer schnell erkennen zu können. Bei geschlossenen Katzentoiletten ist das nicht möglich. Außerdem gibt es nur einen Weg nach draußen. Für andere Katzen ist die Haube eine Einladung, aufzulauern oder sich sogar auf das Klo zu setzen und den Artgenossen von oben zu attackieren, wenn er wieder hinausgehen möchte.

Außerdem sollten die Katzentoiletten groß genug sein. Die Mindestgröße liegt bei 40 mal 60 Zentimetern. Die Katzenklos sollten gut in der Wohnung oder im Haus verteilt sein, also nicht alle in einem Zimmer stehen, und so platziert sein, dass es immer zwei Fluchtmöglichkeiten gibt. An diesen Zeichen erkennen Sie, dass Ihre Katzen sich nicht vertragen.

Klomobbing kann auch ein Ausdruck von Langeweile sein. Regelmäßige und ausgiebige Spielzeiten sorgen für Auslastung. Clickertraining und Futtersuchspiele lasten Katzen auch geistig aus. Wer allein nicht weiterkommt, sollte sich Unterstützung von einem Katzenverhaltensexperten holen.

Artikel von ExtraTipp