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Reisen

Diese 7 italienischen Inseln sind fast noch Geheimtipps

Stephanie Kayser
22/04/2026 14:03:00

Jenseits von Capri, Elba und Sardinien

Blick auf die Liparischen Inseln – Salina und Filicudi sind weit weg von Touristenmassen.

Capri ist voll, Sardinien teuer, Ischia auch nicht viel anders – dabei hat das Mittelmeer noch andere italienische Inseln zu bieten, die eine Reise lohnen.

Sizilien – Diese sieben italienischen Inseln haben etwas gemeinsam: Sie sind nicht überlaufen, haben keine Kreuzfahrtschiffe, keine überfüllten Promenaden und oft nicht mal durchgehende Straßen, beschreibt la-bella-vita.club. Genau das macht sie interessant – und genau das wird sich nicht ewig halten.

Favignana

Die frühere Thunfisch-Fabrik auf Favignana.

Eine kurze Fährfahrt von Trapani, westlichster Zipfel Siziliens. Favignana ist die größte der Ägadischen Inseln und trotzdem erstaunlich leer geblieben. Das Wasser hat alle Blautöne, die Klippen sind zerklüftet, die Sandstrände weich. Wer ein Fahrrad leiht, umrundet die Insel in wenigen Stunden. Wer tauchen will, findet vor der Küste eine der schönsten Unterwasserwelten der Region. Wer nichts davon will, sitzt im Hafenstädtchen und trinkt Granita. Mehr Tipps für einen Urlaub auf Sizilien gibt es im kostenlosen Reisemagazin.

Pantelleria

Die Cala Cinque Denti auf Pantelleria in Italiens Süden.

Geografisch liegt Pantelleria näher an Tunesien als an Sizilien. Die Vulkaninsel hat keinen weißen Sandstrand, dafür natürliche Thermalbecken in Lavafelsen, Weinberge in Terrassenform und die sogenannten Dammusi: jahrhundertealte Rundhäuser aus schwarzem Lavagestein, heute Ferienwohnungen. Keine Strandbars, keine Souvenirläden auf Tuchfühlung. Dafür Kapern direkt von der Pflanze und Sonnenuntergänge, die man nicht so schnell vergisst.

Ponza

So sehen Touristenfahrten auf Ponza aus.

Bunte Häuser, die den Hang hinunterrutschen. Ein kleiner Hafen. Türkisfarbene Grotten. Steilklippen, die senkrecht ins Meer fallen. Ponza liegt vor der Küste Latiums und sieht aus wie Capri – nur dass die Touristenmassen fehlen. Tagsüber liegen Segelboote in den Buchten, abends gehört die Insel sich selbst. Taucher kommen für die Unterwasserhöhlen. Alle anderen kommen für den Rest.

Tremiti-Inseln

Blick auf San Nicola, eine der Tremiti-Inseln in der Adria.

Vor der apulischen Gargano-Küste, fünf Inseln, drei davon bewohnt – und das sehr beschaulich. Kaum Autos (für Nicht-Einwohner verboten), kaum Lärm. Steilküsten, die in klares Adriawasser fallen, Meeresgrotten, die nur per Boot erreichbar sind. In den kleinen Trattorien kocht noch der Patron selbst. Wer hier ankommt, hat das Gefühl, dreißig Jahre zurückzureisen. Das ist kein Fehler, sondern der eigentliche Grund, hinzufahren.

Filicudi

Strand und Hafen von Filicudi mit dem Capo Graziano.

Stromboli hat seinen aktiven Vulkan, Salina ist längst entdeckt – Filicudi führt sein Dasein noch weitgehend unbemerkt, obwohl die kleine Insel zur selben äolischen Gruppe gehört. Rund 300 Einwohner, kaum Autos, Internet nur sporadisch. Fast menschenleere Buchten, Wanderwege mit Blick über das Tyrrhenische Meer, ein Inselleben, das sich in Jahrzehnten kaum verändert hat. Wer Stille sucht, findet sie hier vollständiger als fast überall sonst.

In Italien gibt es zudem zahlreiche Nationalparks, die die wilde Seite des Landes zeigen.

Salina

Perfekte Urlaubsromantik: die Fischerboote von Lingua auf Salina.

Die grüne Ausnahme unter den Äolischen Inseln: Während die Nachbarinseln karg und vulkanisch wirken, ist Salina üppig bewachsen – Weinberge, Kapernfelder, kleine Wälder. Hier wurde Der Postmann gedreht, und die Landschaft sieht noch genauso aus. Der Malvasia-Wein ist exzellent, die Dörfer Santa Marina und Malfa sind entspannt, die Strände ruhig.

Giglio und Giannutri

Giglio Porto auf Giglio in der Toskana.

Wer Urlaub auf Elba macht oder an der toskanischen Küste, kann von dort auf zwei kleinere Inseln übersetzen. Giglio hat ein mittelalterliches Dörfchen hoch oben auf dem Hügel, Weinberge bis ans Meer und Strände, die im Vergleich zu Elba noch angenehm ruhig sind. Giannutri ist fast vollständig Naturschutzgebiet – kaum Infrastruktur, dafür kristallklares Wasser und das Gefühl, das Meer für sich allein zu haben. Für einen Tagesausflug reicht die Zeit, für mehr auch.

Artikel von ExtraTipp