Umtriebiger Gartenbewohner
Sie stören die Optik und erschweren das Rasenmähen: Wir zeigen, wie Sie Maulwurfshügel schonend entfernen und die wertvolle Erde sinnvoll im Garten nutzen.
Gerade noch war der Rasen ein perfekter grüner Teppich, doch über Nacht ist es passiert: Überall sprießen kleine schwarze Erdhügel aus dem Boden – das Werk eines fleißigen Maulwurfs. So nützlich der kleine Gräber als Schädlingsvertilger auch ist, die Optik des Rasens leidet unter den vielen Maulwurfshügeln und das Mähen wird zur Herausforderung. Mit der Zeit verrotten Maulwurfshügel zwar von selbst. Wer sich dennoch daran stört, kann die Erdhaufen relativ einfach entfernen, ohne dem Tier dabei zu schaden.
Steckbrief: Alles Wichtige über den Maulwurf
- Nahrung: Der Maulwurf ernährt sich von Insekten, Würmern und Schädlingen wie Engerlingen. Er frisst keine Wurzeln, wie häufig angenommen.
- Lebensweise: Lebt als Einzelgänger in einem weitläufigen, unterirdischen Tunnelsystem.
- Unterschied zur Wühlmaus: Maulwurfshügel sind hoch und kegelförmig. Wühlmaushaufen sind flacher, unregelmäßiger und haben einen seitlichen Eingang.
- Lebensdauer: Wird in der Natur durchschnittlich zwei bis drei Jahre alt.
- Besonderheiten: Perfekt an das Graben angepasst. Er ist fast blind, hat aber einen exzellenten Geruchs- und Tastsinn.
Zu dieser Zeit werfen Maulwürfe besonders viele Hügel auf
Obwohl Maulwürfe das ganze Jahr über aktiv sind und keinen Winterschlaf halten, gibt es zwei Phasen, in denen sie besonders viele Hügel produzieren. Laut einer Bauernregel soll man an den Maulwurfshügeln auch erkennen, ob es noch lange Winter bleibt. Die erste Hochphase ist im Frühling, etwa von Februar bis April. Dann sind die Männchen auf Partnersuche und erweitern ihr Tunnelsystem auf der Suche nach Weibchen besonders stark. Die zweite aktive Periode ist im Herbst. Dann legen die Tiere ihre unterirdischen Vorratskammern für den Winter an, was ebenfalls mit intensiver Grabtätigkeit verbunden ist.
So einfach können Sie Maulwurfshügel entfernen
Die gute Nachricht vorweg: Die Maulwurfshügel zu entfernen, ist kinderleicht und schadet dem kleinen Tunnelgräber überhaupt nicht. Er lebt nämlich sicher und tief in seinem Gangsystem und nicht im Hügel selbst. Schnappen Sie sich an einem trockenen Tag einfach eine Harke oder einen Rechen und verteilen Sie die lockere, feine Erde großzügig auf der Rasenfläche. Die Erde wirkt wie ein kostenloser Dünger und füllt kleine, kahle Stellen im Rasen auf. Alternativ können Sie den Aushub mit einer Schaufel einfach abtragen und für andere Zwecke im Garten verwenden.
Was tun mit der Erde aus dem Maulwurfshügel?
Die Erde der Maulwurfshügel ist ein wahrer Schatz für jeden Gärtner. Sie ist besonders feinkrümelig, locker und in der Regel frei von Unkrautsamen und Steinen. Anstatt sie einfach nur im Rasen zu verteilen, können Sie die hochwertige Erde auch sammeln und vielseitig einsetzen:
- Als Anzuchterde: Nutzen Sie die feine Erde zur Aussaat von Gemüse oder Blumen in Anzuchtschalen.
- Für Pflanzkübel: Mischen Sie die Maulwurfserde unter Ihre Blumenerde, um die Struktur zu verbessern und für eine gute Belüftung zu sorgen.
- Zum Auffüllen von Beeten: Gleichen Sie abgesackte Stellen in Ihren Blumen- oder Gemüsebeeten mit der lockeren Erde aus.
- Als Basis für eigene Substrate: Kreieren Sie Ihre eigene Pflanzerde, indem Sie die Maulwurfserde mit Kompost und Sand mischen.
Maulwurfhügel vorbeugen: Den Maulwurf schonend vertreiben
Da Maulwürfe unter Naturschutz stehen, ist es verboten, sie zu fangen oder zu töten. Es gibt jedoch sanfte Methoden, um die fleißigen Gräber zum Umzug zu bewegen. Besonders wirksam sollen Hausmittel sein, die eine für ihn unangenehme Duftnote hinterlassen. Hierzu zählen intensive Gerüche von Knoblauch, saurer Milch oder auch eine Handvoll Hundehaare, die in die Gänge gelegt werden, um den Bewohner zum freiwilligen Auszug zu bewegen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum sind so viele Maulwurfshügel im Garten? Ein Garten mit vielen Maulwurfshügeln deutet auf einen gesunden, nährstoffreichen Boden hin – denn der Maulwurf folgt seiner Beute: Regenwürmern, Engerlingen und Insektenlarven. Besonders im Frühjahr und Herbst gräbt er intensiv neue Tunnel, um sein Revier zu erweitern oder Nahrungsvorräte anzulegen. Ein hoher Bestand an Bodenlebewesen macht Ihren Garten für den Maulwurf besonders attraktiv.
Ist ein Maulwurf im Garten ein gutes Zeichen? Ja, ein Maulwurf im Garten ist ein ausgezeichnetes Zeichen für einen gesunden, nährstoffreichen Boden mit vielen Kleinlebewesen wie Regenwürmern und Insektenlarven. Der fleißige Gräber frisst zudem Schädlinge wie Schnecken und Engerlinge und vertreibt Wühlmäuse aus seinem Tunnelsystem. Außerdem lockert er den Boden auf und sorgt für eine bessere Belüftung.
Wie unterscheidet man Maulwurfshügel von Wühlmaushaufen? Maulwurfshügel sind hoch, symmetrisch und kegelförmig mit einem zentralen Loch. Wühlmaushaufen hingegen sind deutlich flacher, unregelmäßiger geformt und besitzen einen seitlichen Eingang. Diese Unterscheidung ist wichtig, da Wühlmäuse im Gegensatz zum Maulwurf Pflanzenwurzeln fressen und daher andere Gegenmaßnahmen erfordern.