Haushalt
Das Kurzwaschprogramm klingt praktisch, ist aber meist weder sparsam noch umweltfreundlich. Erfahren Sie die besten Alternativen.
Viele Wasch- und Spülmaschinen bieten ein Kurzwaschprogramm an, das Zeit sparen soll und besonders umweltfreundlich erscheint. Doch hinter dem schnellen Waschen verbergen sich zwei zentrale Nachteile, die sowohl Ihren Geldbeutel als auch die Umwelt belasten. Der Artikel erläutert, warum Sie besser auf das Kurzwaschprogramm verzichten, und gibt hilfreiche Tipps für nachhaltiges Waschen.
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Warum das Kurzwaschprogramm keine gute Wahl ist
Das Kurzwaschprogramm verspricht auf den ersten Blick Zeitersparnis und Effizienz. Viele Nutzerinnen und Nutzer gehen davon aus, dass eine kürzere Waschdauer – ähnlich wie beim schnellen Duschen – weniger Ressourcen verbraucht. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Bei kurzen Programmen steigt der Energieverbrauch deutlich an. Das liegt daran, dass das Wasser in sehr kurzer Zeit stark aufgeheizt werden muss, wodurch mehr Strom benötigt wird. Außerdem kann das Waschmittel seine Wirkung in der begrenzten Zeit oft nicht voll entfalten, was dazu führt, dass häufig mehr Wasser eingesetzt wird. Insgesamt sind Kurzwaschprogramme meist weder wirtschaftlich noch umweltfreundlich, da sie mehr Wasser und Strom verbrauchen und somit höhere Kosten verursachen sowie die Umwelt stärker belasten.
Ausnahmen: Kürzestprogramme als Alternative
Es gibt jedoch eine Ausnahme: Viele moderne Maschinen bieten neben dem klassischen Kurzwaschprogramm auch sogenannte Kürzestprogramme an, die meist nur 15 bis 30 Minuten dauern. Diese heißen oft „Express“, „Rapid“ oder „Extra kurz“, gefolgt von der jeweiligen Minutenzahl. Anders als das längere Kurzprogramm wird beim Kürzestprogramm das Wasser nur lauwarm erhitzt, was den Energieverbrauch deutlich senkt. Ideal geeignet ist diese Option vor allem für leicht verschmutzte Wäsche. Wer mit dem Ergebnis zufrieden ist, kann so tatsächlich Wasser und Strom sparen. Es lohnt sich, die Maschine einmal auszuprobieren und das Waschergebnis zu prüfen.
Eco-Programm bevorzugen
Wenn das Kürzestprogramm nicht passt, empfiehlt es sich, statt des Kurzprogramms immer das Eco-Programm zu wählen. Egal ob bei der Wasch- oder Spülmaschine. Zwar dauert das Eco-Programm in der Regel länger, verbraucht aber weniger Strom und Wasser, da die Maschine das Wasser langsamer und damit effizienter erwärmt. Für ein möglichst ressourcenschonendes Waschergebnis ist das Eco-Programm daher die beste Wahl.
Tipps für nachhaltiges Waschen
Um noch umweltfreundlicher und effizienter zu waschen, gibt es noch mehr Möglichkeiten:
- Wechseln Sie zu echtem Ökostrom, um aktiv zur Energiewende beizutragen.
- Verwenden Sie stets die passende Menge an Waschmittel, denn zu viel führt zu Rückständen auf Kleidung und Geschirr.
- Verzichten Sie auf unnötige Vorwäsche oder Vorspülen. Bei normal verschmutzter Wäsche oder Geschirr reicht das Hauptprogramm völlig aus. Hartnäckige Flecken lassen sich gezielt mit Gallseife behandeln.
- Füllen Sie die Maschine immer vollständig, aber nicht über das empfohlene Maximum hinaus. Halbvolle Maschinen verschwenden Wasser und Energie.
- Verzichten Sie nach Möglichkeit auf den Trockner und lassen Sie Ihre Wäsche an der Luft trocknen. Das spart Energie und Kosten.
- Nutzen Sie eine moderne und sparsame Waschmaschine, denn alte Geräte verbrauchen oft deutlich mehr Ressourcen.