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Lifestyle

Jugendzentrum heizt jetzt mit Solarstrom – und kühlt im Sommer

08/10/2026 14:00:00

Thema Energie

Andreas Wehberg, Silke Obier und Simon Mai (von links nach rechts) zeigen die Luft-Luft-Wärmepumpe am Herscheider Jugendzentrum.

Das Jugendzentrum Herscheid hat eine Luft-Luft-Wärmepumpe in Betrieb genommen, die direkt mit der Photovoltaikanlage vom Dach läuft. Im Sommer kann die Anlage den Gruppenraum auch kühlen.

Herscheid – Das Jugendzentrum setzt künftig auf eine Kombination aus bestehender Heiztechnik, Photovoltaik und moderner Wärmepumpentechnik. Dort ist jetzt eine neue Luft-Luft-Wärmepumpe in Betrieb genommen worden, wie die Gemeinde Herscheid mitteilt. Sie ergänzt die vorhandene Gas-Brennwerttherme und soll dazu beitragen, den Energieverbrauch sowie die damit verbundenen Kosten zu reduzieren. Unterstützt worden sei das Projekt durch die Westenergie AG im Rahmen des Förderprogramms „KEK – Kommunales Energie Konzept“.

Für den Einsatz der neuen Anlage biete das Jugendzentrum günstige Voraussetzungen. Die Wärmepumpe beheize gezielt den großen Gruppenraum, der einen wesentlichen Teil des Gebäudes ausmacht. Dank seiner offenen Raumstruktur könne die erzeugte Wärme dort besonders effektiv verteilt werden. Der Raum lasse sich dadurch vergleichsweise schnell auf die gewünschte Temperatur bringen.

Die vorhandene Gas-Brennwerttherme bleibt weiterhin im Einsatz und übernimmt die Versorgung der übrigen Gebäudebereiche. Bei erhöhtem Wärmebedarf könne sie zusätzliche Heizleistung bereitstellen. Die Wärmepumpe fungiere somit als Ergänzung zur bestehenden Technik und soll den Erdgasverbrauch verringern.

Besonders im Zusammenspiel mit der bereits 2024 installierten Photovoltaikanlage entfalte die neue Anlage ihre Stärken. Der auf dem Dach erzeugte Solarstrom kann direkt zum Betrieb der Wärmepumpe genutzt werden. Dadurch steige der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms, während gleichzeitig weniger Energie von außen bezogen werden müsse.

Vor allem in den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst könne diese Kombination Vorteile bringen. Wenn die Photovoltaikanlage tagsüber Strom produziere und gleichzeitig Wärmebedarf im Gruppenraum bestehe, lasse sich die erzeugte Energie unmittelbar für die Wärmeerzeugung nutzen.

„Mit der Kombination aus Photovoltaikanlage und Wärmepumpe können wir die vorhandene erneuerbare Energie noch besser direkt vor Ort nutzen. Gerade in den Übergangszeiten können wir den selbst erzeugten Solarstrom unmittelbar für die Wärmeversorgung einsetzen. Damit reduzieren wir den Verbrauch fossiler Energie und verbessern gleichzeitig die Energieeffizienz des Jugendzentrums“, erklärt Klimaschutzmanager Simon Mai.

Neben den energetischen Aspekten soll die neue Technik auch den Alltag im Jugendzentrum erleichtern. Nach Angaben der Gemeinde könne der Gruppenraum deutlich schneller auf die gewünschte Temperatur gebracht werden. Das sei insbesondere bei wechselnden Nutzungszeiten von Vorteil, da lange Vorheizzeiten entfallen könnten.

Zusätzlichen Nutzen bietet die Anlage im Sommer: Die Wärmepumpe verfügt über eine Kühlfunktion und kann den Gruppenraum bei hohen Außentemperaturen temperieren. Angesichts zunehmend warmer Sommer könnte dies den Aufenthalt für die Besucherinnen und Besucher angenehmer machen.

„Für unsere Besucher ist die neue Wärmepumpe vor allem durch den höheren Komfort spürbar. Der Gruppenraum wird deutlich schneller warm, wenn wir ihn benötigen. Gleichzeitig ist die Kühlfunktion im Sommer eine große Verbesserung. Gerade an heißen Tagen ist es sehr angenehm, wenn wir die Temperatur im Gruppenraum etwas absenken können“, sagt Silke Obier, Leiterin des Jugendzentrums.

Artikel von Come On