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Zuhause

Hundertfüßer im Haus? Sei dankbar, sie sind eine Warnung

Leoni Unfried
08/02/2026 09:24:00

Hinweis auf Problematik

Plötzlich huscht ein Hundertfüßer in der Wohnung an einem vorbei. Das kann viele Menschen erschrecken. Doch sie haben eine Botschaft im Gepäck.

Das plötzliche Auftauchen von Hundertfüßern in Wohnräumen kann viele ekeln oder gar gruseln. Zumindest sitzt der erste Schrecken bei den meisten Menschen tief. Allerdings kann, laut Lifehacks, ihre Anwesenheit als Warnung verstanden werden, erklärt LUDWIGSHAFEN24. Tatsächlich sollten Bewohner die Gründe für die Anwesenheit der Vielfüßer kennen, um direkt handeln zu können. Denn grundlos dringen sie nicht in Häuser und Wohnungen ein.

Ein Hundertfüßer im Haus, kann vor etwas warnen. (Symbolbild)

Sobald Hundertfüßer in einer Wohnung Feuchtigkeit, Nahrung und Versteckmöglichkeiten vorfinden, gilt dies als idealer Lebensraum für sie. Doch diese Faktoren haben oft tiefer liegende Ursachen. Hundertfüßler bevorzugen dunkle, feuchte Räume, in denen sie sich verstecken und jagen können. Typische Aufenthaltsorte sind der Keller, das Badezimmer, der Wäscheraum oder andere schlecht belüftete Bereiche. Auch in falsch oder zu lang gelagerten Brennholz können sich Schädlinge verstecken.

Was Hundertfüßer über den Zustand von Wohnräumen verraten

Hundertfüßer oder Tausendfüßer sind im Garten äußerst nützlich, denn sie jagen Ungeziefer. In der Wohnung sind sie allerdings eher unerwünscht. Die Vielfüßer selbst schaden weder Möbeln noch Menschen, doch ihre Anwesenheit signalisiert, dass andere Schädlinge, wie Ameisen, Spinnen oder Silberfischchen in der Wohnung vorhanden sein können. Außerdem können sie auch anzeigen, dass für sie ideale Lebensbedingungen vorherrschen.

Das Auftreten von Hundertfüßern in Wohnräumen gilt als deutlicher Hinweis auf ein dauerhaft zu feuchtes Raumklima sowie vorhandenes organisches Material, das verottet. Die Tiere tauchen primär dort auf, wo Luftfeuchtigkeit, Kondenswasser oder schlecht belüftete Bereiche bestehen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass solche Bedingungen auch Schimmelbildung und Bauschäden begünstigen können. Anders als bei Kakerlaken, gegen die eine Schale eines Gemüses hilft, wirkt diese eher anziehend auf Hundertfüßer.

Sollte man mehrere Hundertfüßer im Wohnraum sichten, so ist das richtige Handeln wichtig. Prüfen Sie, ob Räume regelmäßig ausreichend gelüftet werden und ob Wasserlecks, Kondenswasser, feuchte Wände oder verrottendes Material vorliegen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Luftfeuchtigkeit zwischen etwa 40 und 60 Prozent zu halten. Zudem rät sie dazu, Feuchtigkeitsquellen systematisch zu beseitigen, um Schimmel und damit einhergehende Probleme zu vermeiden.

Zusätzlich ist es wichtig, Eingänge für Insekten und die Vielfüßer abzudichten. Dies können Risse in Wänden, Tür- und Fensterfugen oder ungeschützte Rohrdurchführungen sein. Wenn die strukturellen Bedingungen trocken und gut belüftet sind, finden Hundertfüßler und Insekten die Wohnung deutlich weniger attraktiv. Wer also Hundertfüßer in der Wohnung entdeckt, sollte sich im Haus umsehen und die wahre Quelle für die Anwesenheit der Tiere beseitigen. (lu)

Artikel von Come On