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Zuhause

Häufigster Fehler beim Wandstreichen: Warum ein Anstrich nicht reicht

Cosma Hoffmann
24/04/2026 06:30:00

Das ist zu beachten

Mit guter Vorbereitung und der passenden Technik lassen sich Wände sauber und gleichmäßig streichen – diese sieben Schritte zeigen, wie es gelingt.

München – Ob Umzug, Renovierung oder Lust auf Veränderung: Neue Farbe an den Wänden schafft sofort eine frische Atmosphäre. Damit das Ergebnis professionell wirkt, kommt es jedoch auf mehr an als nur einen Farbeimer. Mit der richtigen Vorbereitung, geeigneter Kleidung und einer klaren Vorgehensweise lassen sich saubere, gleichmäßige Wände problemlos selbst gestalten.

Mit guter Vorbereitung und der passenden Technik lassen sich Wände sauber und gleichmäßig streichen.

Wände schön zu streichen, ist bei richtiger Vorbereitung und Technik nicht schwierig. Wir verraten dir, wie du ein gutes Ergebnis beim Wandstreichen erreichst.

Neue Farbe an den Wänden bringt schnell frischen Wind in die Wohnung. Damit die Farbflächen gleichmäßig decken und die Kanten ordentlich aussehen, spielen Vorbereitung, Werkzeug und Vorgehensweise eine wichtige Rolle. Vor dem ersten Pinselstrich sollten Sie sowohl den Raum als auch sich selbst passend ausstatten.

Farbe spritzt leicht, daher ist Kleidung sinnvoll, die schmutzig werden darf – ideal sind alte Stücke, die Sie ohnehin aussortieren würden. Gut sitzende, aber nicht zu weite Kleidung erleichtert zudem die Bewegungsfreiheit, ohne beim Streichen zu stören.

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Dieser Artikel erscheint im Rahmen einer Kooperation mit Utopia.de, Deutschlandseinflussreichster Medienmarke für Nachhaltigkeit. Die Utopia-Redaktion bietet unabhängig, kompetent und glaubwürdig Orientierung und Inspiration zu allen zentralen Fragen eines nachhaltigeren Lebens.

1. Vor dem Wändestreichen: die Bestandsaufnahme

Sind Kleidung und Raum vorbereitet, geht es an den Zustand der Wand. Der Untergrund sollte trocken, sauber und stabil sein. Entfernen Sie Staub, Schmutz oder Fett und ziehen Sie eventuell verbliebene Dübel heraus. Kleine Löcher lassen sich mit Spachtelmasse verschließen.

Je nach Art der Wand kann eine lösungsmittelfreie Grundierung sinnvoll sein. Sie verhindert, dass die Wand zu viel Farbe aufsaugt, und sorgt für gleichmäßige Haftung. Tapeten oder Makulaturen werden jedoch nicht grundiert, da sich die Materialien durch Flüssigkeit lösen oder wellen könnten.

2. Unterlagen auslegen

Idealerweise wird der Raum vollständig leergeräumt, damit überall frei gestrichen werden kann und Möbel nicht verschmutzen. Wenn das nicht machbar ist, stellen Sie die Möbel in die Mitte des Raums und decken sie ab.

Herkömmliche Abdeckfolien bestehen aus Kunststoff und sind wenig nachhaltig. Eine umweltfreundlichere Lösung kann ein wiederverwendbares Malervlies sein. Alternativ lässt sich auch alte Zeitung auslegen. Ein Eimer mit lauwarmem Wasser, etwas Spülmittel und einem Schwamm ist hilfreich, falls Farbe daneben geht.

3. Flächen abkleben

Fensterrahmen, Fensterbänke, Heizungen, Steckdosen und die Decke sollten unbedingt geschützt werden. Malerkrepp haftet leicht, lässt sich aber ohne Rückstände wieder entfernen und wird möglichst eng an der Kante angebracht, damit keine Farbe unterläuft.

Schalterabdeckungen oder Steckdosen lassen sich oft abnehmen – achten Sie dabei auf Sicherheit und schalten Sie im Zweifel den Strom im Raum zuvor aus.

4. Vor dem Streichen: Farbe mischen

Auch Farbe will vorbereitet sein. Bunte Farbtöne können fertig gemischt, im Baumarkt angemischt oder zu Hause mit Abtönfarben hergestellt werden. Die Packung verrät meist, welche Mengen Sie mischen sollten.

Weißer Farbe sollten Sie ebenfalls vor dem Streichen einen kurzen Mix gönnen, damit sich alle Bestandteile wieder gut verbinden. Ein Holzstab genügt, alternativ gibt es Farbmischer für die Bohrmaschine.

Ökologische Wandfarben sind eine gute Wahl, da sie ohne bedenkliche Inhaltsstoffe wie bestimmte Konservierungsmittel auskommen.

5. Malerzubehör und Malerutensilien zum Wände streichen

Sauberes, intaktes Werkzeug ist die Basis für ein gleichmäßiges Ergebnis. Pinsel und Rollen können leicht angefeuchtet werden, damit sie Farbe besser aufnehmen, jedoch nicht tropfnass sein sollten.

Für das Streichen benötigen Sie:

6. Wände streichen: Lieber mehrmals dünn statt einmal zu dick

Für deckende Ergebnisse sind mindestens zwei Anstriche notwendig, bei ökologischen Farben eventuell mehr. Beginnen Sie mit den schwer zugänglichen Stellen und den Rändern der Wand. Mit der kleinen Rolle oder dem Pinsel lässt sich hier präzise arbeiten.

Für große Flächen eignet sich die Walze. Sie sollte gleichmäßig, aber nicht tropfend gefüllt sein. Am besten arbeiten Sie Bahn für Bahn von oben nach unten bzw. vertikal. Nach dem Trocknen folgt der zweite Anstrich in derselben Reihenfolge für ein homogenes Ergebnis.

7. Scharfe Kanten beim Wandstreichen

Wer nur eine einzelne Wand färbt oder verschiedene Farben kombiniert, benötigt saubere Übergänge. Malerkrepp sorgt für klar definierte Kanten.

So gelingt der Übergang zwischen zwei unterschiedlich farbigen Wänden:

Für farbige Flächen auf einer Wand gilt dieselbe Technik: Zuerst den helleren Bereich streichen, trocknen lassen, gewünschte Linien abkleben, die Kante mit der ersten Farbe versiegeln und anschließend die zweite Farbe auftragen.

Nach dem Streichen sollten Raum und Werkzeuge gereinigt und die Wohnung gut gelüftet werden. Bei kalten Außentemperaturen empfiehlt sich mehrmaliges kurzes Stoßlüften statt langem Dauerlüften.

Artikel von Come On