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Tiere

Aggressive Wespen: Diesen Fehler macht fast jeder beim Vertreiben

03/08/2026 09:43:00

Hausmittel-Trick hilft

Wespen im Anflug auf Frühstück und Grillgut – und ausgerechnet die typische Abwehrreaktion vieler Menschen macht alles nur noch schlimmer. Ein genialer Hausmittel-Trick hilft dagegen meist.

Ludwigshafen – Jedes Jahr aufs Neue wirken die kleinen Biester aggressiver als im Vorjahr. Sobald der Kuchen auf dem Tisch steht oder das Grillfleisch duftet, lassen Wespen nicht lange auf sich warten. Während die meisten Menschen versuchen, die Tiere mit hektischen Bewegungen loszuwerden, begehen sie genau den einen Fehler, der die Situation erst recht eskalieren lässt.

Wespen können sich zu Plagegeistern entwickeln. Ein einfacher Trick vertreibt sie aber oft. (Symbolbild)

Es ist ein Reflex: Eine Wespe schwirrt vor dem Gesicht, und man versucht, sie mit einem kräftigen Stoß wegzupusten. Doch im menschlichen Atem ist Kohlendioxid (CO2) enthalten. Und in der Welt der Wespen gilt eine hohe CO2-Konzentration als absolutes Warnsignal. Es suggeriert den Tieren einen potenziellen Angreifer in Nestnähe. Die Folge? Die Wespe schaltet in den Verteidigungsmodus und greift an.

Der fatale Fehler: Das Anpusten der Wespe

Auch das wilde Fuchteln mit den Armen – der Klassiker am Kaffeetisch – ist kontraproduktiv. Wespen reagieren auf schnelle Bewegungen. Wer um sich schlägt, wird als Bedrohung wahrgenommen. „Nicht anpusten oder heftig wegschubsen!“, fasst Lamin Neffati vom NABU Niedersachsen die wichtigste Verhaltensregel zusammen.

Die Lösung ist laut Experten dagegen simpel: Eine handelsübliche Sprühflasche mit Wasser füllen und die Wespen damit besprühen. Wassernebel aus einer sauberen Sprühflasche kann helfen, da die feuchte Luft Regen signalisiert und die Tiere zum Rückzug ins Nest bewegt.

Fehler beim Umgang mit Wespen: Bis zu 65.000 Euro Strafe drohen

Und Achtung: Wespen verärgern zwar viele, sie stehen in Deutschland jedoch unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Laut § 39 BNatSchG ist es verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Dies gilt für alle der über 10.000 in Deutschland heimischen Wespenarten – auch für die beiden Arten, die uns am Kaffeetisch besuchen: die Gemeine und die Deutsche Wespe.

Die Bußgelder variieren je nach Bundesland erheblich. Während in Bayern, Berlin oder Bremen das Töten einer Wespe bis zu 5.000 Euro kosten kann, werden in Brandenburg bei besonders geschützten Arten bis zu 65.000 Euro fällig. Nordrhein-Westfalen und Thüringen verhängen für normale Wespenarten bereits Strafen von bis zu 50.000 Euro.

Damit die Pfälzer Geselligkeit nicht durch schmerzhafte Stiche getrübt wird, bleibt die Sprühflasche diesen Sommer das wichtigste Utensil neben der Grillzange. (Quellen: NABU, eigene Recherche) (mke)

Artikel von Allgemeine Zeitung