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Reisen

Turmuhrenmuseum in Seehausen droht zu schließen – Netzwerk soll es retten

Thomas Westermann
22/10/2026 15:20:00
Auf dem Wahrenberger Elbehof des Vitos-Vereins um Norbert Krebber könnten auch Malkurse stattfinden. Die Idee ist bei einem touristischen Netzwerkertreffen geboren worden.

Tourismus in Seehausen

Auf dem Wahrenberger Elbehof des Vitos-Vereins um Norbert Krebber könnten auch Malkurse stattfinden. Die Idee ist bei einem touristischen Netzwerkertreffen geboren worden.

Touristiker in der Verbandsgemeinde Seehausen wollen künftig enger zusammenarbeiten. Das Turmuhrenmuseum sucht dringend eine neue Trägerstruktur.

Seehausen – All jene, die in der Verbandsgemeinde Seehausen mit Fremdenverkehr zu tun haben, wollen mehr miteinander kooperieren. Dieses Ergebnis brachte das jüngste Netzwerkertreffen, zu dem Tourismusverantwortliche Juliane Güntzel eingeladen hatte. Und nicht zuletzt sollte die Zukunft des Turmuhrenmuseums an der Seehäuser Mühenstraße abgesichert werden. Letzteres liegt dem langjährigen Kommunalpolitiker Walter Fiedler besonders am Herzen.

Kurse für Hobbymaler auf Elbehof denkbar

Tatjana Kisselmann bietet Unterkünfte in Schönberg an, ihr Ehemann Eugen ist ein begnadeter Naturmaler, der auch entsprechende Kurse für Interessenten organisiert. Hinsichtlich der Vernetzung könnte sie sich gemeinsam mit Norbert Krebber vom Wahrenberger Elbehof vorstellen, Angebote für Hobbymaler im idyllisch gelegenen Storchendorf anzubieten. Der Elbehof, betrieben vom Verein Vitos, als einstiger Fährgasthof hat viel zu bieten. Er ist Wohnort sowie Bildungsort für Natur, Umwelt und Kultur. Seminare finden dort ebenso statt, wie Tagungen und Gruppentreffen.

Ebenso wie Kisselman und Krebber die Zusammenarbeit anstreben, könnte sich Kerstin Rice vom Rittergut in Schönberg eine Kooperation mit Susanne Figueiredo vom Naturerlebnishof Elements in Vielbaum vorstellen. Das Rittergut im Seehäuser Ortsteil ist ein mehr als 650 Jahre altes Gebäude. Seit 2020 wird es von Kerstin und Miles Rice bewohnt und zu einem Zentrum für Kunst, seltenes Handwerk, Kultur und dörfliche Gemeinschaft entwickelt. In Workshops, Ausstellungen, Gesprächen und Veranstaltungen wird dazu eingeladen, traditionelles Wissen lebendig zu halten, kreative Wege zu gehen und gemeinsam einen Ort der Kultur zu gestalten.

Ob Gemeinschaftsveranstaltungen, wie ein Mitbring-Picknick, Druckkurse für Groß und Klein oder das jährliche Fest zum Welttag des immateriellen Kulturerbes machen alte Handwerkstechniken lebendig. Und die könnten in das etwa acht Kilometer entfernte Vielbaum gebracht werden. Der Naturerlebnishof sei perfekt ausgestattet, weiß Tourismusverantwortliche Güntzel. Räumlichkeiten stünden zur Verfügung und es gäbe auch Übernachtungsmöglichkeiten in Tipis.

Und letztlich werden auch Kooperationen benötigt, um das besondere Turmuhrenmuseum in der Hansestadt Seehausen am Laufen zu halten. Bisher wird die Einrichtung von einem Verein betreut, der aber personell nicht mehr in der Lage ist, das Angebot fortzuführen (die AZ berichtete). Der Fortbestand liegt dem einstigen Vize-Bürgermeister Walter Fiedler am Herzen. Er bittet darum, eine zukunftstaugliche Lösung zu suchen. Ob diese gefunden wird, zeigt sich eventuell beim nächsten Netzwerktreffen der touristischen Anbieter. Die Zusammenkunft ist im Frühjahr 2027 geplant.

Artikel von Allgemeine Zeitung